Britischer Zigarettenmulti
BAT will Produktion von Holland nach Deutschland verlagern

Der britische Zigarettenmulti British American Tobacco (BAT) prüft, sein Werk in holländischen Zevenaar zu schließen, um Teile der dortigen Zigarettenproduktion nach Deutschland zu verlagern. Damit soll der Produktionsstandort Bayreuth langfristig abgesichert werden. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Kreisen der BAT.

HAMBURG/LONDON. In Deutschland droht dem Zigarettenkonzern ein weiterer massiver Absatzeinbruch. „Wir gehen davon aus, dass unser Absatz von Fabrikzigaretten 2005 um rund 15 Prozent zurückgehen wird“, sagt ein deutscher BAT-Sprecher. Schuld hieran sei die wachsende Zahl illegaler Importe sowie die weitere Anhebung der Tabaksteuern. Morgen wird zum fünften Mal seit 2002 die Steuer auf Zigaretten erhöht. Damit werden die Glimmstengel um 1,2 Cent pro Stück teurer. BAT vertreibt unter anderem die Marken Lucky Strike, Gauloises Blondes und Pall Mall.

Die BAT will nun das holländische Werk dichtmachen, weil das Unternehmen in Deutschland keine weiteren Einschnitte vornehmen kann, um die Absatzrückgänge abzufangen, heißt es in BAT-Kreisen. Denn erst vor kurzem hatte sich der Konzern mit den Arbeitnehmern in der Produktion in Bayreuth geeinigt, die Mitarbeiterzahl um mehr als 200 von rund 1 000 zu verringern. Im Gegenzug verzichtete aber BAT bis Ende 2010 auf betriebsbedingte Kündigungen.

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