Britischer Zukauf

Merck will AZ von der Börse nehmen

Der Darmstädter Pharmakonzern Merck musste lange um die Übernahme von AZ Electronic zittern, jetzt steht der Deal kurz vor dem Abschluss: Merck hat mehr als 97 Prozent der AZ-Anteile übernommen.
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Merck-Logo: Am Mittwoch kam die kartellrechtliche Freigabe für den AZ-Deal. Quelle: Reuters

Merck-Logo: Am Mittwoch kam die kartellrechtliche Freigabe für den AZ-Deal.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer Pharma- und Chemiekonzern Merck ist seinem Ziel, den britischen Zukauf AZ von der Börse zu nehmen, einen Schritt näher gekommen. In einer Pflichtveröffentlichung in Großbritannien gab Merck am Donnerstagabend bekannt, dass das Übernahmeangebot für AZ von mehr als 97 Prozent des Kapitals angenommen worden sei. Merck wolle AZ von der Börse nehmen, sagte ein Sprecher des deutschen Unternehmens.

Merck musste lange um die rund zwei Milliarden Euro teure Übernahme zittern. Erst am Mittwoch erhielten die Darmstädter die seit langem ersehnte kartellrechtliche Freigabe durch die chinesischen Wettbewerbshüter. Insgesamt sieben Mal verlängerte Merck die Offerte, die ursprüngliche Mindestannahmequote von 95 Prozent wurde auf 75 Prozent gesenkt.

Die ehemalige Hoechst-Tochter AZ Electronic stellt Chemikalien für integrierte Schaltkreise her, die in Tablets, Smartphones, MP3-Spielern und Spielekonsolen zum Einsatz kommen. Merck hofft durch den Zukauf auf mehr Geschäft mit Elektronikkonzernen wie Samsung oder Sony.

  • rtr
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