Budapester Flughafen
Hochtief klagt gegen Ferihegy-Verkauf an BAA

Gegen den Verkauf der Mehrheitsanteile des internationalen Budapester Flughafens Ferihegy an den britische Flughafenbetreiber BAA hat der Essener Baukonzern Hochtief Klage eingereicht, wie eine Unternehmenssprecherin am Montag mitteilte.

HB ESSEN/BUDAPEST. Aus Sicht des Essener Unternehmens bestünden Zweifel daran, dass BAA die Ausschreibungsbedingungen eingehalten habe, hieß es. Die ungarische Privatisierungsholding APV und BAA wiesen die Vorwürfe zurück. Derweil liefen in Budapest weiterhin Verhandlungen zwischen dem Flufhafenmanagement und dem wegen Lohnforderungen streikbereiten Bodenpersonal.

Der Kaufvertrag war am Sonntag von BAA und der APV unterzeichnet worden. Danach erwirbt BAA mit 75 Prozent der Anteile minus eine Aktie die Nutzungerechte am Flughafen für 75 Jahre und mehrere Gebäude. Der Kaufpreis beträgt 464,5 Mrd. Forint (rund 1,86 Mrd Euro). BAA hatte damit das höchste Angebot vorlegt und die deutschen Mitbieter, den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport und den Baukonzern Hochtief, übertroffen.

Der BAA-Generaldirektor Mike Clasper erklärte nach Angaben der ungarischen Nachrichtengentur MTI, die Klage von Hochtief führe „nirgendwohin“. Darin seien sich BAA und die ungarische Regierung einig. APV erklärte, man habe sich an die Regeln gehalten.

In den laufenden Lohnverhandlungen verlangten die Streik-Komitees des Bodenpersonals sofortige Einsicht in den Kaufvertrag mit BAA und stellten dem Management dafür ein Ultimatum bis zu diesem Dienstagmittag. Dabei geht es um eventuell festgeschriebene Vereinbarungen über das Personal.

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