Bugatti-Chef Dürheimer
„Bentley ist regelrecht erschwinglich“

Mit dem Veyron hat Bugatti neben Geschwindigkeits- auch Preisrekorde gebrochen. Im Interview spricht Wolfgang Dürheimer, Chef der VW-Marken Bugatti und Bentley, über neue Modelle und seine Pläne für den Motorsport.
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Handelsblatt: Seit einem halben Jahr führen Sie die Marken Bentley und Bugatti und sind nicht mehr Entwicklungsvorstand von Porsche – merken Sie den Unterschied?

Wolfgang Dürheimer: Den Rollenwechsel spüre ich sehr deutlich. Jetzt geht es nicht mehr nur darum, die besten und sportlichsten Automobile der Welt zu entwickeln, sondern ich darf zwei eigenständige Automobilmarken in Sachen Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Verwaltung profitabel und dauerhaft zukunftsfähig aufstellen. Damit verschiebt sich der Schwerpunkt. Allerdings kann ich zehn Jahre Vorstandserfahrung von Porsche einbringen. Das hilft.

HB: Haben Sie sich als Bentley-Chef schon eine sonst gern getätigte Ausgabe vorenthalten?

Dürheimer: Verkniffen habe ich mir bei Bentley die schnelle Rückkehr in den Motorsport.

HB: In Personalunion verantworten Sie allerdings im VW-Konzern den Motorsport. Haben Sie kein Interesse an der Formel 1?

Dürheimer: Sowohl die Renntradition von Bugatti als auch die von Bentley sind inspirierend. Natürlich würde ich die Marken auch gern rennsportnah positionieren. In welcher Serie ist nicht entschieden. Bis dahin konzentrieren wir uns auf den historischen Motorsport. Für den Volkswagen Konzern könnte ich mir 2018, wenn wir uns an die internationale Spitze vorgearbeitet haben, ein Formel 1-Engagement ganz generell gut vorstellen. Und Marken, die dafür in Frage kämen, haben wir reichlich.

HB: Wie oft sind Sie an der Rennstrecke?

Dürheimer: An einem Wochenende mit Rennveranstaltungen, die aus Konzernsicht besonders wichtig sind, wie den 24 Stunden von Le Mans, dem Grand Prix von Deutschland oder diversen DTM- und Cup-Veranstaltungen, bin ich sieben Tage die Woche im Dauereinsatz. Während ich von Montag bis Freitag bei Bugatti und Bentley bin, kümmere ich mich dann Samstag und Sonntag um die Teams und das Regelwerk. Die wichtigsten Absprachen werden nun mal im Fahrerlager getroffen.

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