Bulmahn lobt Investitionsbereitschaft- Ernst & Young fordern marktreife Produkte
Erholung der Biotech-Branche braucht noch Zeit

Die deutsche Biotech-Branche investiert zwar viel Geld in die Forschung, mit der Marktreife ihrer Produkte lässen sich die Firmen jedoch Zeit. Zu diesem Ergebnis kommen die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young in ihrem fünften Biotech-Bericht. Aufgrund der am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie gehen Ernst& Young davon aus, dass die Konsolidierung der Branche noch nicht abgeschlossen ist.

HB FRANKFURT/BERLIN. Die deutsche Biotechnologiebranche gibt einer Studie zufolge nach wie vor mehr für Forschung und Entwicklung (FuE) aus als sie umsetzt. Der große Durchbruch bei der Entwicklung von marktreifen Wirkstoffen lässt dabei weiter auf sich warten. Insgesamt seien im vergangenen Jahr die Ausgaben für FuE, der Gesamtumsatz der Branche und die Zahl der Beschäftigten erneut rückläufig gewesen, heißt es in dem 5. Deutschen Biotech-Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, der am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Der Forschungsaufwand sei 2003 um 11 % auf 966 Mill. Euro gesunken. Der Umsatz der Branche 2003 ging um fünf Prozent auf 960 Mill. Euro zurück und unterschritt den Angaben nach zum zweiten Mal in Folge die Grenze von einer Milliarde Euro Umsatz. Nach Einschätzung von Ernst & Young-Vorstand Alfred Müller ist die Konsolidierung der Branche noch nicht abgeschlossen. Forschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) hob indes die steigende Investitionsbereitschaft der Unternehmen hervor.

„Die deutsche Biotech-Industrie versucht durch Verschlankung die dürren Jahre zu überstehen“, sagte Müller. Nach wie vor dominierten kleine Unternehmen, denen es an kritischer Masse fehle. Die Zahl der Biotechfirmen sank Ernst & Young zufolge 2003 zum zweiten Mal in Folge: auf 350 Unternehmen von 360 im Vorjahr. 2003 waren dem Bericht zufolge noch rund 6 000 Mitarbeiter in der Forschung tätig - ein überdurchschnittlich starker Rückgang von 16 %. Insgesamt sank die Zahl der Beschäftigten in der Branche um 14 % auf 11 535.

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