Bundesdruckerei
Neuer Personalausweis sorgt für Umsatz

Bei der Vergabe des Euro-Notendrucks war die Bundesdruckerei im vergangenen Jahr leer ausgegangen. Dennoch steigerte die GmbH ihren Umsatz um 11,8 Prozent - dank des neuen Personalausweises.
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BerlinDie Bundesdruckerei hat bis Ende August bereits mehr als sieben Millionen elektronische Personalausweise an die Behörden ausgeliefert. Dies teilte das bundeseigene Unternehmen am Donnerstag in Berlin mit. Der Ausweis wurde am 1. November 2010 eingeführt und beflügelte schon im vergangenen Jahr das Geschäft.

Bei der Vergabe des Euro-Notendrucks war die Bundesdruckerei im vergangenen Jahr leer ausgegangen. Dennoch steigerte die GmbH ihren Umsatz im Vergleich zu 2009 um 11,8 Prozent auf 348,7 Millionen Euro. Unterm Strich stand aber laut Geschäftsbericht ein Verlust von 47,9 Millionen Euro. 2009 hatte das Defizit - ohne Berücksichtigung von Verkaufserlösen - 21,2 Millionen Euro betragen.

Im vorigen Jahr investierte die Bundesdruckerei 64,7 Millionen Euro in neue Geräte und Programme. Der größte Teil davon floss in den Bau einer Produktionsstrecke für den neuen Personalausweis und die Ausstattung der Ausweisbehörden mit Hard- und Software. Als Wachstumsmotor habe sich erneut das Geschäft mit Identifikationssystemen erwiesen, hieß es. Außer der Herstellung von inländischen Personalausweisen und Reisepässen gehört dazu auch die Dokumentenprüfung und Verwaltung der Personendaten. Fast 80 Prozent des Umsatzes kamen aus diesem Sektor. Die übrigen Einnahmen kamen aus dem Druck von Banknoten, Briefmarken und Steuerzeichen.

Die Bundesdruckerei ist seit 1994 privatrechtlich organisiert. Nach acht Jahren im Eigentum privater Investoren wurde die GmbH 2009 wieder vom Bund übernommen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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