Bundesregierung begrüßt Ziel einer Kapitalmehrheit der deutschen Seite
Thyssen-Krupp peilt Führungsrolle in Werftenverbund an

Er schließe eine deutsche Mehrheit nicht aus, sagte Vorstandschef Ekkehard Schulz am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz seines Unternehmens in Essen.

ink/mjh BERLIN/ESSEN. Zugleich betonte er aber, dass die Eigentümerverhältnisse bei einem europäischen Werftenverbund „von den Beteiligten noch keineswegs verabredet“ seien.

In der Bundesregierung äußerte man sich zufrieden über die Äußerung des Thyssen-Krupp-Chefs. Schon mehrfach hatte Bundesverteidigungsminister Peter Struck (SPD) betont, dass er im Falle einer deutsch-französischen Werftenfusion eine industrielle Führerschaft des deutschen Partners für richtig halte. Thyssen-Krupp hat bisher betont, sich an einem europäischen Werftenverbund nur als Minderheitsaktionär beteiligen zu wollen. Schulz begründete diese Zurückhaltung mit Bedenken des Kapitalmarktes.

Mittlerweile wird in Berlin deutlicher betont, dass im Falle der Werften nicht nur über ein Zusammengehen mit französischen Partnern, sondern über eine „Europäisierung“ nachgedacht werden sollte. Als mögliche Kooperationspartner des Werftenverbunds um Thyssen-Krupp-HDW sowie die beiden französischen Marineschiffbauer Thales und DCN kämen auch Unternehmen aus Spanien und Italien in Frage, heißt es in Berlin.

Der vereinbarte deutsche Werftenverbund wird nach Einschätzung von Thyssen-Krupp-Vorstandsmitglied Olaf Berlien noch in diesem Monat von der EU-Kommission freigegeben. Thyssen-Krupp hat entsprechend der Weisung der Bundesregierung nur den zivilen Teil des Zusammenschlusses bei der EU-Kommission angemeldet. Nach Rücksprache mit der Bundesregierung habe man nun auch Angaben zum militärischen Teil gemacht. Einwände eines Wettbewerbers im Containerschiffbau haben das ursprüngliche Prüfungsverfahren um etwa eine Woche verlängert.

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