Bundestags-Entscheidung
Puma-Großauftrag für Waffenhersteller

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat grünes Licht für den Kauf des neuen Schützenpanzers Puma gegeben. Der Auftrag in Höhe von drei Milliarden Euro geht an die Wehrtechnik-Hersteller Krauss-Maffei Wegmann und Rheinmetall.

HB BERLIN. Das Gremium billigte heute die Bestellung von 405 Schützenpanzern für 2,946 Milliarden Euro. Der Puma soll den fast 40 Jahre alten Schützenpanzer vom Typ Marder ersetzen und im Transportflugzeug A400M verladbar sein. Außerdem soll er seinen Insassen einen besseren Schutz gegen Beschuss mit Panzerabwehrwaffen, gegen Minen und selbst gebaute Sprengsätze bieten. Der Puma wird von Krauss-Maffei Wegmann in München und Rheinmetall in Kassel mit Zulieferern in ganz Deutschland produziert. Der Auftrag sichere bundesweit 5 000 Arbeitsplätze, sagte Verteidigungsminister Franz Josef Jung.

Ein Vertreter aus Kreisen des Haushaltsausschusses sagte, 16 geplante Zusatzausstattungen für weitere 578 Millionen Euro müssten dem Gremium noch einmal im Detail vorgelegt werden. Der Bundestag hatte die Entwicklung des neuen Schützenpanzers im Herbst 2002 in Auftrag gegeben. Die Auslieferung der ersten Serienfahrzeuge an die Bundeswehr ist für 2010 geplant, bis 2020 sollen alle Schützenpanzer übergeben sein. Fünf Vorserienfahrzeuge sind derzeit bei der Truppe in Erprobung. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung lobte den Puma als weltweit modernsten Schützenpanzer mit dem höchsten Schutzniveau. Die Soldaten im Einsatz müssten den bestmöglichen Schutz bekommen, sagte der CDU-Politiker. Mit dem Auftrag würden 5000 Arbeitsplätze in Deutschland gesichert.

KMW und Rheinmetall begrüßten die Entscheidung des Haushaltsausschusses. Beide Firmen sind zu jeweils 50 Prozent Gesellschafter der mit dem Projekt beauftragten PSM GmbH. „Wir freuen uns über den größten Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte, der nun die letzte parlamentarische Hürde genommen hat“, sagte Rheinmetall-Chef Klaus Eberhardt.

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