Cabrio-Version des Audi A4 und Chrysler Crossfire werden von Karmann gefertigt
Karmann entlässt 120 Mitarbeiter

Bei dem Osnabrücker Cabrio-Hersteller Karmann werden nach Angaben des Betriebsrates 120 Mitarbeiter im Bereich Betriebsmittelbau entlassen

HB OSNABRÜCK. 90 weitere Beschäftigte stünden vor der Versetzung, teilte der Karmann-Betriebsrat am Montag mit. Die Belegschaft soll, auch durch Altersteilzeit, auf 400 Beschäftigte reduziert werden. Im Betriebsmittelbau, der Werkzeuge und Vorrichtungen für Automobilunternehmen herstellt, sind nach Angaben des Betriebsrates derzeit 650 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Verhandlungen hätten „nach anderthalbjährigem quälenden Hin und Her durch einen Interessenausgleich und Sozialplan in letzter Sekunde vor einem noch schlimmeren Szenario abgeschlossen“ werden können, hieß es. Im Interessenausgleich sei eine Entgeltkürzung um 5 Prozent über Zulagenanteile der Beschäftigten geplant, die Arbeitszeit solle durch Arbeitszeitkonten flexibler werden. Geplant sei auch der Aufbau eines „Niedrigkostenstandortes“ in Osteuropa. Grund wirtschaftlicher Schwierigkeiten im Werkzeugbau seien Überkapazitäten sowie Billigangebote von süd- und osteuropäischen Unternehmen.

Karmann stellt mit weltweit 9 900 Beschäftigten etwa die Cabrio- Version des Audi A4, den Sportwagen Chrysler Crossfire und den Mercedes CLK her. Das Unternehmen war in den 60er Jahren als Hersteller des VW Käfer Cabrio und des Karmann Ghia bekannt geworden. Im vergangenen Jahr wurden rund 2,2 Milliarden Euro umgesetzt.

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