CAM-Studie zu Autoverkäufen: Toyota knackt die 10-Millionen-Marke

CAM-Studie zu Autoverkäufen
Toyota knackt die 10-Millionen-Marke

Der Wettbewerb an der Spitze der Autoindustrie wird immer enger. Das zeigt eine bisher unveröffentlichte Studie. Demnach liefern sich die drei absatzstärksten Hersteller Toyota, GM und VW 2014 ein Rennen „Kopf an Kopf“.
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DüsseldorfDer Wettbewerb an der Spitze der Autoindustrie wird immer enger. Das zeigt die bisher unveröffentlichte Studie „Automotive Performance 2013/2014“ des Center of Automotive Management (CAM), die dem Handelsblatt (Montagausgabe) vorliegt. Der Prognose nach liefern sich die drei absatzstärksten Hersteller Toyota, General Motors (GM) und Volkswagen 2014 ein Rennen „Kopf an Kopf“.

Demnach verteidigt Toyota die Spitzenposition mit 10,2 Millionen verkauften Pkw. Auf Rang zwei kommt General Motors mit 10,15 Millionen Autos. Volkswagen bleibt mit 9,95 Millionen Pkw dem CAM zufolge vorerst nur Rang drei.

Das liegt vor allem an den Defiziten der Niedersachsen auf dem wachsenden US-Markt. „Dort bleibt Volkswagen schwach, es fehlen einfach die Produkte, während GM in den nächsten Monaten viele neue Modelle bringt und Toyota zunehmend zu alter Stärke findet“, sagte CAM-Chef Stefan Bratzel.

Dazu kommt eine Schwächephase bei Volkswagens Premiumtochter Audi. „Audi macht eine Produktpause“, erklärte Bratzel. Im laufenden Jahr kommt keine der entscheidenden Modellreihen neu, die Ingolstädter bringen etwa den Sportwagen TT oder die Hybridversion („etron“) des A3 auf den Markt.

Weil der Rivale Mercedes-Benz dagegen mitten in einer großen Produktoffensive steckt und gerade die verkaufsstarke C-Klasse modernisiert hat, fällt das Absatzplus der Stuttgarter nach den CAM-Berechnungen 2014 mit elf Prozent mehr als doppelt so hoch aus wie der Zuwachs bei Audi mit plus fünf Prozent.

Die Folge: Mercedes-Benz dürfte mit 1,74 Millionen verkauften Autos den Wettbewerber Audi mit 1,65 Millionen Einheiten überholen. BMW steigert der Prognose zufolge den Absatz um sechs Prozent auf 2,08 Millionen Pkw – und führt das Premiumsegment weiter an. Weltweit rechnet das CAM 2014 mit einem globalen Absatzplus von gut 4,5 Prozent auf 74,5 Millionen verkaufte Pkw. 2013 war der Automarkt um 4,4 Prozent auf 71,4 Millionen Autos gestiegen.

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur

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