CAR-Studie Autorabatte auf höchstem Stand seit sieben Jahren

Der kriselnde europäische Fahrzeugmarkt lässt Autohersteller immer häufiger zu Rabattaktionen greifen. Der neuesten CAR-Studie zufolge ist der Index erneut gestiegen. Ein Ende der hohen Nachlässe: Nicht in Sicht.
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Extreme Rabattschlacht am Automarkt

DüsseldorfAutokäufer in Deutschland können sich weiter über deutliche Preisabschläge auf Neuwagen freuen: Der schrumpfende Markt erhöht den Verkaufs- und Preisdruck und zwingt die Hersteller zu immer neuen Rabattaktionen. Nach einer Studie des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen, die dem Handelsblatt (Montagausgabe) vorab vorliegt, griffen die Hersteller im Februar wieder deutlich häufiger zu Rabattaktionen.

Der Rabatt-Index sei deshalb von 126 auf 128 Punkte gestiegen. CAR veröffentlich die Rabattstudien seit sieben Jahren. Noch in einem Februar waren die Rabatte höher. Die Quote der Eigenzulassungen, also der Autos, die von Händlern und Herstellern selbst angemeldet wurden, kletterte in Deutschland mit 34 Prozent zugleich auf den höchsten Stand seit sechs Jahren. Jedes dritte Auto wird derzeit auf die Branche selbst zugelassen.

Dennoch hat sich die Höhe der Nachlässe im Februar etwas reduziert. Im Durchschnitt gewährten die Händler hierzulande auf die 30 beliebtesten Modelle durch Sondermodelle, Sonderfinanzierungen, Leasing oder Rabatte 17,6 Prozent Nachlass auf den Listenpreis – ein leichter Rückgang von 1,2 Prozent.

Grund dafür sei laut CAR fast ausschließlich, dass Marktführer VW seine Prämienaktionen zurückgefahren hat. Abermals bot dagegen mit dem britischen Autobauer Jaguar eine Premiummarke die höchsten Nachlässe. So wurde der Sportwagen XK, der nun im Schatten des neuen Jaguar Roadsters F-Type steht, mit 35,2 Prozent rabattiert, was einem Kundenvorteil über 32.084 Euro entspricht.

Entwarnung für den deutschen Markt gibt der Leiter des CAR-Instituts, Ferdinand Dudenhöffer, nicht. Bei VW gebe es ab März wieder ein Prämienprogramm, das vermutlich zu erneut höheren Preisnachlässen führen werde, sagte er. Sein Fazit: „Ein Ende der hohen Rabatte ist nicht in Sicht.“

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7 Kommentare zu "CAR-Studie: Autorabatte auf höchstem Stand seit sieben Jahren"

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  • Mich regt auch auf, das gerade bei Gebrauchte, alles an Extras aufgelistet wird, was aber durch den Vorgänger schon längst bezahlt bzw in Serie sowieso dabei war.

    Hier hilft nur Pokern,nur versaut einen das dann meist der nette Pole oder sonst ein Osteuropäer.

  • besser kann man es nicht ausdrücken!
    wenn man sich ansieht wie lange ein durchschnittsverdiener heute arbeiten muss um sich einen golf zu kaufen und vor allem zu unterhalten, dann ist das auch kein wunder...

  • Ich zitiere wörtlich eine Konversation der Nerd Fraktion (Philosophie, Mathematik, Physikleistungskurs und Kombinationen davon) der Abiturklasse meines Nachwuchses: "Der Vater von X fährt einen Porsche Cayenne? Wie asozial ist das denn? Deiner fährt einen 12 Jahre alten Citroen und sonst ein E-Bike? Ist das cool!" Da freut man sich doch, daß man den Carrera RS vor 3 Jahren verkauft hat, weil man auch billiger im Stau stehen kann. Statussymbolautos sind so was von out. Viel Spaß noch, Autoindustrie.

  • Die Regierung arbeitet auch weiter daran, dass weniger Autos gekauft werden, indem man dem Deutschen noch mehr Steuern aufhalst und insbesondere natürlich das Autofahren noch teurer macht.

    Jetzt: Benzin über 1,60€. Versicherung, KFZ Steuer, Wartung, Reparatur, Verschleiß...dazu noch (verhasste) Blitzer an allen Ecken und Enden! Wer kann fährt sein Auto so lange es nur geht, oder verkauft sogar ganz.

    Die Freude am Auto ist den meisten Deutschen schon lange vergangen!

  • @ModernArt: Sowohl Chrysler als auch General Motors wurden mit US Steuergeldern gerettet.

  • @ModernArt
    "denn anders als Banken können Autohersteller Verluste nicht lange auf die Steuerzahler abwälzen."
    Schon mal was davon gehört, wer die Kurzarbeit und die Abwrackprämien finanziert hat!
    Dazu kommen noch die Leiharbeiter, wenn man sie nicht mehr benötigt.

  • Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Lediglich Premiummarken können besser damit umgehen, weil diese sowieso hochpreisiger sind.

    Marken die Rabatte geben und statt einem Erlös ein neg. Ergebnis erzielen, müssen reagieren ... denn anders als Banken können Autohersteller Verluste nicht lange auf die Steuerzahler abwälzen.

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