Industrie
Carl Zeiss Jena wird aufgespalten

dpa-afx JENA. Die Carl Zeiss Jena Gmbh mit knapp 1 300 Beschäftigten wird aufgespalten. Die Geschäftsbereiche Mikroskope sowie Optik-Bauteile für Fernsehgeräte und Projektoren (Display Technologies) werden in eigenständige Firmen umgewandelt, wie der Mutterkonzern Carl Zeiss AG (Oberkochen) am Montag mitteilte. Die Gründung der beiden neuen Firmen soll Anfang März 2006 rückwirkend zum Beginn des Zeiss-Geschäftsjahres am 1. Oktober 2005 erfolgen.

Die Zeiss Jena Gmbh mit künftig noch rund 850 Mitarbeitern soll innerhalb des Elektronik-und Optikkonzerns unter anderem die Leitung des Bereichs Forschung und Technologie behalten, der in Jena und Oberkochen angesiedelt ist. Zudem verantwortet sie künftig den Bau von Planetarien sowie ein Service-Zentrum, zu dem die Produktion von mechanischen und optischen Teilen für den Konzern und andere Auftraggeber gehört.

Das Unternehmen begründete die Veränderungen mit Markterfordernissen. Mit der Herauslösung eigenständiger Unternehmen würden Firmenkäufe sowie die Erschließung neuer Märkte erleichtert. Sie eröffne perspektivisch auch die Möglichkeit von Börsengängen. Planungen dafür gebe es jedoch bisher nicht, sagte Zeiss-Sprecher Marc Cyrus Vogel in Oberkochen.

Über verschiedene Tochtergesellschaften beschäftigt Zeiss in Jena insgesamt 1 600 Mitarbeiter. Der Umsatz, der in der Thüringer Industriestadt erwirtschaftet wird, belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 356 Mill. Euro. Die Umstrukturierung habe keine negativen Auswirkungen auf die Arbeitsplätze, versicherte Zeiss. Die bisherige Zahl werde gehalten.

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