Carlsberg-Chef: "Deutsches Bier hat guten Ruf"
Holsten soll internationale Marke werden

„Die internationalen Mengen von Holsten könnten deutlich steigen“, sagte Carlsberg-Chef Nils S. Andersen am Donnerstagabend vor dem Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Gegenwärtig verkauft die vor allem in Norddeutschland verbreitete Marke durch Export und Lizenzproduktion im Ausland rund eine Million Hektoliter Bier.

HB HAMBURG. Carlsberg setzt bislang in seinem globalen Geschäft vor allem auf die eigene Premiummarke sowie an zweiter Stelle auf Tuborg sowie auf lokale Marktführer. „Es gibt überall Platz für mehr Marken“, sagte Andersen. Chancen sehe er sowohl in Asien als auch in Osteuropa. Sollte es dort gelingen, Holsten zu etablieren, so würde das Bier in lokalen Brauereien produziert. „Deutsches Bier hat weltweit einen guten Ruf“, sagte der Carlsberg-Chef. Es sei nur deshalb kaum einem deutschen Hersteller gelungen, sich international durchzusetzen, weil keiner die Investitionen für Markenwerbung, Distribution und Vertrieb habe aufbringen können.

Auf dem deutschen Markt sollen frühere Versuche von Holsten, zu einer nationalen Marke aufzusteigen, dagegen nicht wiederholt werden. „Wir ziehen uns zurück auf unseren Kernmarkt Norddeutschland, wo wir einen Marktanteil von 20 Prozent haben“, erklärte Andersen. Das gelte auch für die anderen Konzernmarken Lübzer Pils in Mecklenburg- Vorpommern und Feldschlösschen. Carlsberg hatte Holsten vor knapp einem Jahr gekauft und hat bislang 150 Arbeitsplätze abgebaut. Solange sich das Konsumklima nicht ändere, sei weiterhin mit Arbeitsplatzabbau zu rechnen, sagte Andersen.

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