CarSharing
Peugeot plant bis zu 20 Mietauto-Stationen

Das eigene Auto galt über Jahre Ausdruck von Unabhängigkeit und Mobilität. Doch das ändert sich, gerade in Ballungsräumen. Peugeot reagiert darauf und baut sein Angebot mit Mietwagen in Deutschland weiter aus.
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Der französische Autohersteller Peugeot baut sein Geschäft mit Mietautos in Deutschland aus. Nach Informationen der „Welt“ stockt Peugeot die Zahl seiner Standorte für das Mobilitätskonzept namens „Mu“ von derzeit vier auf 20 auf. Geplant seien weitere „Mu“-Standorte unter anderem in Saarbrücken, Dortmund, Regensburg, Reutlingen und Friedrichshafen. In Berlin, Hamburg und München verleiht Peugeot seine Autos nach dem „Mu“-Konzept seit vergangenem Jahr.

Einen Manager zitierte das Blatt mit den Worten: „Wir reagieren damit auf die Tatsache, dass vor allem junge Menschen in Ballungsräumen zwar immer öfter mobil sein, aber nicht gleich ein Auto kaufen wollen.“ In den drei Großstädten nutzten bislang rund 2000 Kunden das Modell regelmäßig.

„Mu“ funktioniert, indem man sich im Internet anmeldet, eine Art Mobilitätskonto eröffnet, Geld einzahlt und ein Auto buchen kann. Man muss das Fahrzeug allerdings, anders als bei den Verleihkonzepten anderer Automobilhersteller, an einem bestimmten Standort abholen und dorthin zurückbringen. Für Peugeot ist dies nach Unternehmensangaben profitabel. Künftig wolle das Unternehmen als Andockstation für seine Autos verstärkt freie Autohändler einbinden.

Das eigene Auto verliert nach Einschätzung von Verkehrsexperten langfristig immer weiter an Bedeutung. Vor allem für junge Leute ist es demnach schon jetzt oft nicht mehr das Statussymbol. „Die Freiheit, ohne Auto leben zu können, gewinnt heute an Wert“, sagte kürzlich Gerd Lottsiepen, verkehrspolitischer Sprecher des Verkehrsclubs Deutschland. Allein 2010 legte die Zahl der Car-Sharing-Nutzer in Deutschland nach Angaben des Bundesverbandes CarSharing um 20 Prozent auf rund 190.000 zu.

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  • CarSharing 2.0 muss noch erfunden werden. Die bisherigen Konzepte sind Zeit und Kilometergebunden. Vor allem die Rückgabe an ein und derselben Station lässt den Zeitfaktor oftmals teuer werden. Bei one-Way Fahrten könnte man einem Pooling-Effekt (In Berlin sammeln sich die geshareten Autos ;-) dadurch entgegenwirken, dass ich selber für eine Rückfahrt sorgen muss oder einen höheren Kilometerpreis in Kauf nehme. Wer hat Lust, dieses Businesskonzept mal durchzurechnen? moenderman@web.de
    Außerdem wäre es sinnvoll, wenn ich im Netz bei meinem Anbieter meine Fahrt eintragen könnte und mir - falls von den anderen Usern gewünscht - Leue angezeigt werden, die das gleiche Fahrtziel haben. Bezahlt würde nicht Geld sondern mit Guthabenkredits: Fahre ich also bei einem anderen CarSharing-Nutzer von Köln nach Dortmund mit, zahle ich ihm dafür 8€. Im Auto müsste nur ein extra Leser installiert werden, mit dem meine Fahrt seinem Konto gutgeschrieben wird.

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