Carsharing von Linde

Einmal Wasserstoff zum Mitnehmen

Der Gasehersteller Linde steigt ins Carsharing ein: In München können Autofahrer ab Sommer auch Wasserstoff-Autos von Hyundai leihen. Ums Tanken kümmert sich das Unternehmen selbst.
Linde startet ein eigenes Carsharing mit 50 wasserstoffbetriebenen ix35 von Hyundai. Markenname: "BeeZero"
Gib Wasserstoff

Linde startet ein eigenes Carsharing mit 50 wasserstoffbetriebenen ix35 von Hyundai. Markenname: "BeeZero"

DüsseldorfKann Wasserstoff zur Alternative zum Öl werden? Darüber diskutiert die Branche seit mehr als einem Jahrzehnt. Bisher sind es aber vor allem Busse, die im Stadtverkehr mit einer Brennstoffzelle unterwegs sind. Für private Autofahrer ist das Wasserstoffauto noch viel zu teuer. Das soll sich ändern.

Der Industriegase-Hersteller Linde will im Sommer „BeeZero“ starten – ein Carsharing mit Brennstoffzellen-Autos. In München sollen dafür 50 Exemplare des Hyundai ix35 für Kunden bereitstehen. Die Koreaner sind neben Toyota derzeit der einzige Autobauer mit einem serienreifen Wasserstoffauto in der Modellpalette – und punkten damit in der Heimatstadt von BMW. Doch man halte sich offen, auch Modelle anderer Hersteller in die Flotte zu integrieren, betont Linde.

Anmieten kann man die Fahrzeuge in der Innenstadt, Schwabing, Haidhausen, Au sowie im Glockenbachviertel. Im jeweiligen Parkbezirk können die Fahrzeuge angemietet werden, müssen allerdings auch dorthin zurückgebracht werden – anders als bei der Konkurrenz Car2Go von Daimler und Drivenow von BMW. „Die tägliche Nutzung dieser Fahrzeuge wird uns viele wertvolle Informationen liefern, um unsere Wasserstofftechnologien weiterzuentwickeln und die Infrastruktur auszubauen“, sagt Christian Bruch, Vorstandsmitglied bei Linde.

Mit Wasserstoff auf der Autobahn
Die Zukunft fährt blau
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Der Toyota Mirai soll der erste Schritt einer Wasserstoffoffensive sein. Äußerlich haben die Designer dick aufgetragen - und der Limousine ein futuristisches Äußeres verpasst.

Ein Wassertropfen auf großer Tour
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Optisch soll der Mirai an einen Wassertropfen erinnern - betont durch die dunkelblaue Farbe. Tatsächlich wirkt das Auto im Profil sehr stromlinienförmig.

Wie ein Raumschiff auf Rädern
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Frontal kommt der Mirai deutlich schnittiger daher als alle seine Konzernkollegen. Markante, spitze Lufteinlässe, schmale LEDS-Scheinwerfer. Das wirkt grimmig und futuristisch zugleich.

Der Haken an der Sache
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Die massiven Lufteinlässe sind nicht nur optisch auffällig, sie sorgen für die Luftzufuhr der Brennstoffzelle. Um die Optik aufzuwerten, wurde viel Chrom und eine LED-Leiste verbaut.

Dezenter Hinweis
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Laien können dem Mirai nicht unbedingt ansehen, mit welchem Treibstoff er unterwegs ist. Aufschluss gibt nur die Aufschrift "Fuel Cell" , die an der Seite und am Heck angebracht wurde.

Wo ist der Auspuff?
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Am Heck sitzt sich das Dreiecksdesign fort. Eine durchgezogene Bremsleuchte und kantige Rückleuten machen den Mirai auch von hinten zum Hingucker. Nur einen Auspuff muss man suchen (Spoiler: dazu sollte man sich bücken)

Zurück in die Zukunft
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Mirai das heißt japanisch so viel wie "Zukunft". Und tatsächlich hat Toyota mit dem Modell noch große Ambitionen. Im Jahr 2030 sollen bereits 30.000 Exemplare des Mirai im Jahr verkauft werden.

Mit 600 Kilometern pro Tankfüllung kommen die Modelle genauso weit wie ein Verbrenner, betont Linde. Getankt werde mit Wasserstoff aus regenerativer Energie. Selbst tanken müssen die Kunden allerdings nicht, das übernehme eine Serviceteam, erklärt ein Linde-Sprecher. Bisher gibt es im Großraum München auch nur zwei Wasserstoff-Tankstellen – eine davon ist auf dem Werksgelände von Linde und nicht öffentlich zugänglich. Bei leerem Tank oder einer Panne könnten Kunden auch eine Notfallnummer wählen, erklärt das Unternehmen.

Wie teuer das Carsharing mit Wasserstoff wird, steht noch nicht fest. Man wolle allerdings keinen Aufschlag gegenüber den marktüblichen Preisen verlangen, betont ein Linde-Sprecher. Bisher scheitern Brennstoffzellen-Autos im Massenmarkt häufig noch an den hohen Preisen der Fahrzeuge. Ist das Projekt in München erfolgreich, könnten weitere Städte folgen, heißt es bei Linde.

Dafür hofft man auch auf staatliche Förderung. Das Bundesverkehrsministerium soll das Carsharing über das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff und Brennstoffzellentechnologie (NIP II) fördern. Und auch das Netz der Wasserstofftankstellen will Linde gemeinsam mit weiteren Partner ausbauen. Bis 2023 sollen in Deutschland 400 neue Wasserstofftankstellen entstehen.

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