Caterpillar wird als Interessent gehandelt
Opel erwägt Verkauf von Werksteilen

Die Adam Opel AG ist im Rahmen ihres Sanierungsplanes auch dazu bereit, komplette Werksteile zu verkaufen, um rund 2 000 Arbeitsplätze zu sichern.

HB RÜSSELSHEIM. Der Autokonzern Opel will nach Angaben des Bochumer Betriebsrats Teile der deutschen Opelwerke verkaufen oder Gemeinschaftsunternehmen bilden. Davon wären rund 2000 Beschäftigte betroffen. „Wir sind bereit, darüber zu verhandeln, wenn die Arbeitsplätze sowie die Sozialleistungen und Lohnhöhen erhalten bleiben“, sagte der scheidende Vize-Betriebsratschef des Bochumer Opelwerks, Rainer Einenkel, am Mittwoch.

Geplant sei unter anderem, die Ersatzteillager in Bochum und Rüsselsheim mit anderen Unternehmen zusammenzuschließen. Im Gespräch sei als Partner der US-Konzern Caterpillar, hieß es aus Kreisen des Unternehmens.

Einenkel trat am Mittwoch zurück, bleibt aber im Amt, bis ein Nachfolger gefunden ist. Als Grund nannte er die Einrichtung einer Einigungsstelle, die über Entlassungen entscheiden soll, wenn nicht genug Beschäftigte freiwillig gehen. Er habe der Belegschaft versprochen, einer solchen Einigungsstelle nicht zuzustimmen, dies dann jedoch „schweren Herzens“ getan, weil der Vorstand andernfalls mit dem Scheitern der Gespräche zum sozial verträglichen Stellenabbau gedroht habe.

Einenkel zufolge steht auf der Wunschliste des Opel-Managements zudem, den Logistikbereich in Bochum zu verkaufen oder in einer Partnerschaft aufgehen zu lassen. Das Management plane, den Bochumer Bereich Komponentenfertigung in andere Opel-Werke zu verlagern und die Achsfertigung stillzulegen und nach Zentraleuropa zu verlegen. Im Gespräch sei, das Opelwerk in Kaiserslautern als reines Komponentenwerk mit einem anderen Unternehmen zusammenzuschließen. Sollte kein Partner gefunden werden, sei auch ein Verkauf möglich.

Opel hatte in der vergangenen Woche ein Sparprogramm mit dem Abbau von rund 9500 Stellen bei der deutschen General-Motors-Tochter bekannt gegeben. Der Verkauf von Werksteilen oder die Bildung von Gemeinschaftsunternehmen beträfe rund 2000 der 9 500 Beschäftigten.

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