Celanese-Vorstand begrüßte die erfolgreiche Übernahme
Blackstone bringt Celanese-Übernahme unter Dach und Fach

Der US-Investor Blackstone ist mit seinem Angebot für die Übernahme von Celanese bei den Aktionären des Chemiekonzerns auf fruchtbaren Boden gestoßen: Die erforderliche Annahmequote wurde deutlich übertroffen. Derweil hat die Finanzdienstleistungsaufsicht leitete unterdessen eine Untersuchung wegen möglichen Insiderhandels mit Celanese-Aktien ein.

HB KRONBERG/STUTTGART. Wie Blackstone am Donnerstagabend in Stuttgart mitteilte, haben die Aktionäre 83,6 % der Anteile zum Preis von je 32,50 € verkauft. Voraussetzung für die Übernahme war, dass eine Annahmequote von mindestens 75 % zu Stande kommt.

Der Celanese-Vorstand begrüßte die erfolgreiche Übernahme. „Mit Blackstone bekommt Celanese einen international herausragenden Finanzinvestor und Partner, der die von uns eingeleitete Unternehmensstrategie von Wachstum und Produktivität ausdrücklich unterstützt und fortführen wird“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Celanese AG, Claudio Sonder, in Kronberg.

Die Annahmefrist war zuvor um 14 Tage verlängert und die Schwelle von ursprünglich 85 % herabgesetzt worden. In einer weiteren Annahmefrist vom 4. bis 19. April haben diejenigen Aktionäre, die ihre Aktien bisher nicht angedient haben, noch die Möglichkeit, das Angebot zum Preis von je 32,50 € pro Aktie anzunehmen.

Die Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin leitete unterdessen eine Untersuchung wegen möglichen Insiderhandels mit Celanese-Aktien ein. Hintergrund sind Kurssprünge der Aktie in den Tagen vor der Veröffentlichung des Übernahmeangebots von Blackstone im Dezember 2003. Die bei derartigen Kursentwicklungen üblichen Routineuntersuchungen hätten auffällige Ergebnis zu Tage befördert, sagte eine BaFin-Sprecherin.

Celanese war 1999 vom damaligen Hoechst-Konzern abgespalten und an die Börse gebracht worden. Ziel des Investors ist laut früheren Angaben, die im MDax notierte Celanese-Aktie nach der Übernahme vom Kurszettel zu nehmen. Dazu benötigt Blackstone jedoch eine Mehrheit von 95 % der Anteile. Das Angebot hat insgesamt ein Volumen von 3,1 Mrd. €. Darin sind Schulden in Höhe von 446 Mill. € und Pensionsverpflichtungen von 1,039 Mrd. € enthalten.

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