Centrotherm
Sanierung unter dem Schutzschirm

Als eines der ersten größeren deutschen Unternehmen wandert Centrotherm unter den Schutzschirm: Drei Monate hat Centrotherm Zeit, sich in Eigenregie wieder neu aufzubauen - und ist dabei vor Gläubigermaßnahmen geschützt.
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Blaubeuren/DüsseldorfDer im Zuge der Solarkrise in Not geratene Anlagenbauer Centrotherm kann mit der Sanierung im Schutzschirmverfahren beginnen. Das Amtsgericht Ulm habe dem Antrag auf Einleitung des Verfahrens stattgegeben, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Blaubeuren mit. „Damit ist der Weg für die konsequente Fortsetzung des eingeschlagenen Sanierungskurses frei", teilte das Management mit. Zudem seien auch die Voraussetzungen geschaffen, dass Lieferanten und Kunden ihre Geschäftsbeziehungen zu Centrotherm fortsetzen können.

Der Anlagenbauer für die Photovoltaikindustrie hatte am Mittwoch das Schutzschirmverfahren beantragt. Dabei handelt es sich um eine Insolvenz in Eigenverwaltung. Während der drei Monate währenden Phase soll die Firma vor Vollstreckungen und Zwangsmaßnahmen der Gläubiger weitgehend geschützt und voll handlungsfähig bleiben.

Gleichzeitig hatte Centrotherm für die Fortentwicklung eines Sanierungskonzepts mit sofortiger Wirkung Tobias Hoefer in den Vorstand berufen. Dieser habe mehr als 15 Jahre Erfahrung als Unternehmenssanierer und Insolvenzverwalter. „Die Entscheidung des Gerichts ist der erste Schritt in die Zukunft von Centrotherm", sagte er am Donnerstag.

Als vorläufigen Sachwalter bestellte das Ulmer Gericht Martin Hörmann von der Ulmer Kanzlei anchor Rechtsanwälte. „Der erste Eindruck ist sehr positiv, das Schutzschirmverfahren ist im Unternehmen gut vorbereitet worden", sagte Hörmann. Es werde nun alles unternommen, um „die aussichtsreiche Sanierung zu einem guten Abschluss zu bringen".

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