Chef Hans Demant schließt weitere Lohnkürzungen nicht aus
Opel ist noch nicht über den Berg

Die Sanierung des Autobauers Opel ist nach Ansicht von Opel-Chef Hans Demant noch nicht beendet.

HB RÜSSELSHEIM. „Wir haben noch keine Veranlassung, Hurra zu schreien“, sagte Demant dem Magazin „Auto, Motor und Sport“. „Da liegt noch ein großer Berg vor uns.“ Die Situation sei weiter kritisch. Der Opel Chef schloss weitere Lohneinschnitte nicht aus. Das Lohn- und Gehaltsgefüge in Deutschland sei für Opel von ungleich größerem Gewicht als bei manchem Wettbewerber. „Damit müssen wir uns weiter auseinander setzen.“

Der Mutterkonzern General Motors hatte im März einen umfassenden Sanierungsplan mit dem Abbau von 9500 Stellen bei Opel verkündet. Gleichzeitig erhielten die verbleibenden Mitarbeiter eine Arbeitsplatzgarantie bis 2010. Das Programm sei ein „absolut notwendiger Schritt gewesen, um überhaupt wieder eine Chance auf Profit zu haben“, sagte Demant. Opel müsse bei den Stückzahlen zulegen, um eine positive Ertragskraft zu sichern.

Wann Opel wieder in die Gewinnzone zurückkehrt, konnte der 54- Jährige nicht sagen. „Wir haben intern alle Voraussetzungen geschaffen und brauchen jetzt noch die dauerhafte Erholung des Marktes.“ Im ersten Halbjahr 2005 hatte Opel erstmals seit Jahren operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben, während die US-amerikanische Mutter hohe Verluste einfuhr. Das Geschäft werde aber weiterhin durch hohe Rabatte belastet. „Wir reden über eine reale Preisreduzierung von schätzungsweise bis zu 15 Prozent. Und das sind Nettoerträge, die wir verloren haben.“

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