Chefaufseher Fehrenbach
Abschied von Bosch-Solarsparte ist schmerzhaft

Trotz des Milliardenverlustes der Solarsparte fällt Bosch-Aufsichtsratschef Fehrenbach der Ausstieg aus dem Geschäft mit der Sonne schwer. Rund 3.000 Mitarbeiter aus diesem Bereich verlieren ihre Jobs.
  • 12

StuttgartFür Bosch-Aufsichtsratschef Franz Fehrenbach ist das Aus für den Geschäftsbereich Solar „der schmerzhafteste Moment in meinem Leben als Unternehmer“. Der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sagte Fehrenbach, der Einstieg in die Solarsparte sei von der Bosch-Führung vor fünf Jahren einstimmig beschlossen worden.

Genauso einstimmig sei jetzt der Ausstieg entschieden worden, auch wenn dies nicht leicht gefallen sei: „Natürlich tut das weh bei 3.000 wegfallenden Arbeitsplätzen.“

Bosch hatte den Ausstieg aus der Solarsparte vor etwas mehr als einer Woche bekanntgegeben. Vergangenes Jahr hatte der Geschäftsbereich einen Milliardenverlust verzeichnet. Nach einem harten Preiswettbewerb durch Billigkonkurrenz aus China steht die gesamte Branche derzeit enorm unter Druck - seit Ende 2011 häufen sich in Deutschland die Pleiten von Solarunternehmen. Als Auslöser gelten neben dem Preisverfall auch sinkende Subventionen für die Branche.

Fehrenbach sagte nun, Bosch habe den Einstieg in das Solargeschäft gründlich vorbereitet, inzwischen habe sich aber der Markt komplett geändert: „Der immense Kapazitätsaufbau in China, der daraus resultierende massive Preisdruck - das konnten wir damals nicht absehen und bis heute nicht auffangen.“

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Chefaufseher Fehrenbach: Abschied von Bosch-Solarsparte ist schmerzhaft"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Fehrenbach und Dais passen in ein Bild. Das Bild der Looser. Dafür dürfen die nun die Verweser von Bosch geben.
    Schade, daß die nicht börsennotiert sind. Das wäre der perfekte Daisput.

  • Tschüss Bosch, hast Dich übernommen bei der Solarschiene. Und in 5 langen Jahren auch kein innovatives Konzept implementiert. Genau die gleichen "Module" mit genau den gleichen Problemen wie seit 20 Jahren sind halt keine Innovation. Sich nur auf Kostenreduktion bei der Fertigung zu reduzieren ist die geistige Minusleistung, die hier den Tribut fordert. Von Innovation eben keine Spur!

  • Genau der lange Atem funktioniert dann nicht, wenn einem die Cashcow - Automotive - wegbricht.
    Das ist es auch, was an Bosch wirklich zu kritisieren ist. Die Premium-Automobilhersteller, allesamt von Bosch beliefert, steigern ihre Renditen in unglaublicher Weise. Und Bosch schaut in die Röhre.
    Die haben da ein eklatantes Management-Problem. Man könnte es auch Desaster nennen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%