
HB DETROIT. Beim größten US-Autobauer General Motors läuft es so rund, dass Ed Whitacre den Posten an der Konzernspitze nach einem dreiviertel Jahr schon wieder räumt. Er übergebe den Posten zum 1. September an das Verwaltungsratsmitglied Daniel Akerson, kündigte Whitacre am Donnerstag überraschend an. "Der Übergang wird absolut geräuschlos verlaufen."
Whitacre selbst wird aber bis Jahresende dem Verwaltungsrat vorstehen und damit die Geschicke des Unternehmens überwachen. Der ehemalige AT&T-Chef war im Sommer 2009 als Verwaltungsratschef zu GM gekommen und hatte Anfang Dezember die Lenkung des Konzern nach dem durch ihn erzwungenen Abgang von Fritz Henderson zunächst nur vorübergehend und zu Jahresbeginn 2010 dann dauerhaft übernommen.
"Der Zeitpunkt für mich, zurückzutreten, ist goldrichtig", sagte Whitacre. Er hatte die Rolle des Konzernchefs sowieso nur befristet übernommen.
Sein Nachfolger Akerson, 61, sitzt seit Mitte 2009 im Verwaltungsrat. Sein bisheriges Berufsleben hatte er in der Finanzwirtschaft und - wie Whitacre - in der Telekombranche verbracht. Er ist Chef des weltweit tätigen Finanzinvestors Carlyle Group. Er machte klar, dass er den Kurs seines Vorgängers beibehalten wird: "Wir teilen die gleichen Auffassungen."
Nachdem der Konzern erst zu Jahresbeginn in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt war, erwirtschaftete GM im zweiten Quartal bereits einen Nettogewinn von 1,3 Mrd. Dollar, der Gewinn vor Zinsen und Steuern lag sogar bei 2,0 Mrd. Dollar. "Ich bin sehr zufrieden mit unseren Fortschritten", sagte Finanzchef Chris Liddell am Donnerstag in Detroit.
Sicherlich wurden bei der insolvenz mehrere hundert Millionen Dollar Schulden abgeschüttelt die nun anderen Unternehmen fehlen. Auch das ist als Gewinn für GM anzusehen. ich kann für diese Neukapitalistischen Praktiken nur Hass empfinden. Kaufmännische Erlichkeit bleit immer mehr auf der Strecke.
Und unsere superschlauen Kanzler, Minister und Ministerpräsidenten wollten GM unbedingt deutsches Steuergeld aufdrängen. Der Einzige, der Standing und Kompetenz bewies, war brüderle. ihm ist zu danken!
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