Chemie-Gewerkschaft: IG BCE rüstet sich für kräftige Lohnforderung

Chemie-Gewerkschaft
IG BCE rüstet sich für kräftige Lohnforderung

Die Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie will für die 550.000 Beschäftigten deutliche Lohnerhöhungen ungeachtet der abflauenden Konjunktur fordern. Auch bei der Zeitarbeit möchten die BCE-Funktionäre hart bleiben.
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Düsseldorf„Die Branche ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen, und die Unternehmen verdienen nach wie vor viel Geld“, sagte das für Tarifpolitik zuständige Vorstandsmitglied der Gewerkschaft IG BCE, Peter Hausmann, dem Handelsblatt (Montagausgabe). „Das werden gute Argumente für uns sein, eine kräftige Tariferhöhung zu fordern.“

Über konkrete Forderungszahlen werde der Vorstand der Gewerkschaft am 13. und 14. Februar beraten, kündigte Hausmann an.  In der Tarifrunde 2011 hatte die IG BCE ein Tarifplus von 4,1 Prozent erzielt. Für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie, deren Lohnrunde in diesem Jahr fast parallel verläuft, hatte es 2011 eine Tariferhöhung von 2,7 Prozent gegeben.

IG-BCE-Vorstand Hausmann übte zudem scharfe Kritik an den Chemie-Arbeitgebern und deren Umgang mit dem Thema Zeitarbeit: Anders als in der Tarifrunde 2011 vereinbart, verweigerte diese noch immer eine Verabredung gemeinsamer Leitlinien für den Einsatz von Zeitarbeitern. „Das verstößt gegen den Geist der Sozialpartnerschaft in der Chemieindustrie“, betonte er. „Die Arbeitgeber müssen erkennen, dass ihre Blockadehaltung niemandem etwas nützt.“

Die Chemie-Tarifparteien hatten verabredet, den Betrieben einen Leitlinien-Katalog für Zeitarbeit an die Hand zu geben. Nach dem Willen der IG BCE sollen darin etwa längerfristige Zeitarbeitseinsätze, die zulasten des Stammpersonals gehen könnten, als unerwünscht deklariert werden.

Dietrich Creutzburg
Dietrich Creutzburg
Handelsblatt / Korrespondent

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