Chemie
Gewinneinbruch bei Altana

Der unter anderem für die Autoindustrie tätige Spezialchemiekonzern Altana hat im ersten Halbjahr auch aufgrund der Wirtschaftskrise deutlich weniger Umsatz und Gewinn als im Vorjahr erzielt. Das Ergebnis nach Steuern sei in den Monaten Januar bis Juni um 79 Prozent auf 14,9 Mio. Euro eingebrochen, teilte Altana am Donnerstag am Firmensitz in Wesel mit.

HB WESEL. Die Nachfrageflaute in der Chemiebranche setzt Altana weiter zu. Die Finanz- und Wirtschaftskrise bestimme unverändert die für Altana wesentlichen Absatzmärkte, erklärte der Spezialchemiekonzern am Donnerstag.

Zwar habe die Umsatzentwicklung im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten einen „positiven Trend“ gezeigt, habe den schwachen Jahresauftakt aber nicht ausgleichen können. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen brach von Januar bis Juni um 52 Prozent auf 68 Mio. Euro ein. Altana setzte 541 Mio. Euro um, ein Minus von 25 Prozent binnen Jahresfrist.

Altana macht aber Tendenzen für eine Besserung der Lage aus: „Auch wenn keine Entwarnung gegeben werden kann, sind jetzt erste Erholungssignale in den weltweiten Spezialchemiemärkten erkennbar. Wir werden von unserer Strategie profitieren und gestärkt aus der Krise hervorgehen“, zeigte sich Vorstandschef Matthias Wolfgruber optimistisch.

Im ersten Halbjahr sparte der Konzern - der zu rund 92 Prozent der Quandt-Erbin Susanne Klatten gehört - 35 Mio. Euro ein. Im laufenden Geschäftsjahr sollen es insgesamt rund 55 Mio. Euro werden, die das im Spätsommer 2008 gestartete Programm zur Senkung etwa der Sach- und Personalkosten sowie der Aufschub von Investitionen einbringen sollen.

Für 2009 rechnet Altana unverändert mit einem deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgang. Eine konkrete Prognose blieb der Vorstand weiter schuldig und verwies auf die hohe Unsicherheit, die wohl auch die zweite Jahreshälfte prägen werde.

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