Chemie gilt als frühzyklische Industrie
BASF verdient mehr als erwartet

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat im ersten Jahresviertel 2004 operativ mehr verdient als erwartet. Das starke Chemikalien- und Pflanzenschutzgeschäft ließ das Betriebsergebnis um etwa ein Fünftel zunehmen. Mit seinen Zahlen übertraf BASF klar die Schätzungen der Analysten.

HB MANNHEIM. Das Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen - wie etwa Restrukturierungen - habe im ersten Quartal um ein Fünftel auf 1,138 Milliarden Euro zugenommen, teilte BASF vor seiner Hauptversammlung am Donnerstag in Mannheim mit. Analysten hatten im Schnitt vor Zinsen und Steuern (Ebit) hier mit 960 Millionen Euro gerechnet. BASF habe einen „guten Start“ in das Jahr erwischt, kommentierte Konzernchef Jürgen Hambrecht. Die ersten drei Monate gäben Anlass zur Zuversicht für den weiteren Jahresverlauf. „Ich gehe davon aus, dass wir bei leicht höherem Umsatz unser Ebit vor Sondereinflüssen steigern können“, bekräftigte der Konzernchef frühere Geschäftsprognosen.

Der Umsatz legte im ersten Quartal um 2,5 Prozent auf 9,051 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 515 Millionen Euro, ein Plus von 16,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Die Chemie gilt als frühzyklische Industrie. Veränderungen des Konjunkturumfelds spürt sie in der Regel als eine der ersten Branchen, da sie praktisch sämtliche Wirtschaftszweige mit ihren Produkten beliefert. Am Vortag hatte bereits der Leverkusener Wettbewerber Bayer mitgeteilt, im ersten Quartal voraussichtlich mit einem operativen Gewinn auf Vorjahresniveau die Erwartungen von Analysten deutlich übertroffen zu haben.

Den größten Beitrag zum Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen lieferte - wie schon so oft - das Öl- und Gasgeschäft des BASF-Konzerns mit 343 Millionen Euro. Wegen des auf Euro-Basis gesunkenen Ölpreises lag es allerdings um 15 Prozent unter Vorjahr. Im Chemie- und Pflanzenschutzgeschäft verzeichnete der Konzern nach eigenen Angaben deutliche Absatzzuwächse.

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