Chemie-Handelstochter verkauft
MG Technologies stößt Safic-Alcan ab

Der Chemie- und Anlagenbaukonzern MG Technologies hat seine Chemie-Handelstochter Safic-Alcan verkauft. Damit kommt MG bei der angekündigten Trennung von seinen Chemieaktivitäten voran.

HB FRANKFURT. Rückwirkend zum 1. Januar 2003 habe die mg ihre Chemiehandelstochter Safic-Alcan an die französische Holding DLMD und den Finanzinvestor Alpha-Associes verkauft, teilte die einstige Metallgesellschaft am Freitag in Frankfurt mit und bestätigte eine Reuters-Meldung vom Morgen. Die Kartellbehörden und Aufsichtsgremien müssten der Transaktion allerdings noch zustimmen. Den Verkaufserlös gab das Management nicht bekannt.

Die MG Technologies AG hatte unlängst eine umfassende Neuaufstellung angekündigt. Der Konzern will die Chemiegeschäfte abgeben und sich künftig auf den Spezialmaschinen- und Anlagenbau konzentrieren. An der Börse wurden die im MDax notierten mg-Aktien am Vormittag in einem festen Gesamtmarkt mit einem Aufschlag von 1,5 % bei gut elf Euro gehandelt.

Safic-Alcan erwirtschaftete zuletzt mit dem Handel von Kautschuk, tropischen Ölen und Latex einen Jahresumsatz von rund 970 Mill. €. Das in Paris ansässige Unternehmen macht den größten Teil der mg-Chemiehandelstochter Solvadis aus. Die Solvadis vertreibt zusätzlich noch Chemierohstoffe und Spezialchemikalien und setzte zuletzt rund 1,4 Mrd. € um. Die Frankfurter Solvadis war bereits von dem früheren MG-Chef Kajo Neukirchen auf die Verkaufsliste gesetzt worden.

Zu den Chemieaktivitäten des Konzerns gehört noch die Tochter Dynamit Nobel. Für den Traditionshersteller von Spezialchemikalien unter anderem für die Automobil- und Baubranche lief unlängst die Angebotsfrist ab. Der weltgrößte Chemiekonzern BASF legte nach den Worten von Vorstandschef Jürgen Hambrecht ein Angebot für Teile des Unternehmens vor. „Bei Dynamit Nobel haben wir ein Angebot abgegeben - aber nicht für das ganze Paket, nur für Teile“, hatte er in einem Interview gesagt. Als Interessenten für Dynamit Nobel treten früheren Angaben aus verhandlungsnahen Kreisen auch mehrere internationale Investmentgesellschaften auf. Bis Weihnachten soll eine Liste mit Kaufinteressenten erstellt sein, die in die engere Wahl kommen.

Udo Stark, der Nachfolger des im Mai zurückgetretenen mg-Chefs Kajo Neukirchen, verspricht sich aus dem Verkauf von Dynamit Nobel mindestens Einnahmen von 2,5 Mrd. €. Die Verkäufe von Dynamit Nobel und Solvadis sollen die Verschuldung des Konzerns senken und die angestrebte Expansion in den USA und in Asien ermöglichen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%