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Chemie- und Pharmabranche: Bayer profitiert von stabiler Pillennachfrage

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat sein Ergebnis steigern können - allerdings nur minimal. Damit hat Bayer die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Der Trend lautet eindeutig: In wirtschaftlich schwierigen Zeiten zeigt sich das Geschäft mit Medikamenten stark, während es in anderen Bereichen hapert.

Aspirin-Tabletten werden bei Bayer überprüft. Quelle: dpa
Aspirin-Tabletten werden bei Bayer überprüft. Quelle: dpa

HB FRANKFURT. Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat im dritten Quartal operativ geringfügig mehr verdient als vor Jahresfrist. Mit seinen Zahlen zum operativen Gewinn lag Bayer leicht über den Schätzungen von Analysten. Grund: ein robustes Gesundheitsgeschäft und einer Belebung im Kunststoffgeschäft.

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Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen sei um 0,4 Prozent auf 1,499 (Vorjahreszeitraum: 1,493) Mrd. Euro gestiegen, teilte das Leverkusener Traditionsunternehmen am Dienstag mit. Analysten hatten im Schnitt mit 1,471 Mrd. Euro gerechnet. Der in den Bereichen Arzneimittel, Kunststoffe und Agrarchemie tätige Konzern setzte im Zeitraum Juli bis September 7,392 (7,948) Mrd. Euro um - das ist ein Rückgang um sieben Prozent. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von 249 (277) Mio. Euro, was 10,1 Prozent weniger ist als ein Jahr zuvor.

Für das Gesamtjahr 2009 peilt die Konzernspitze um Bayer-Chef Werner Wenning weiterhin an, den Rückgang des bereinigten Ebitda auf etwa fünf Prozent zu begrenzen. Beim Umsatz rechnet Bayer wie bisher mit 31 bis 32 Mrd. Euro nach 32,92 Mrd. Euro im Jahr 2008. Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnet Wenning mit einem Wert in der Größenordnung des Vorjahres. Vielleicht werde die Kennzahl „einen Schnaps“ unter dem Vorjahreswert von 21,1 Prozent liegen, sagte Konzernchef Werner Wenning am Dienstag bei einer Telefonkonferenz. Eine Prognose für 2010 kündigte er zur Vorlage des Geschäftsberichts 2009 an. Er zeigte sich für die weitere Entwicklung des Konzerns in den kommenden Quartalen nicht zuletzt aufgrund der in den vergangenen Jahren vorgenommenen Neuausrichtung zuversichtlich.



Bayer bleibt weiterhin offen für Übernahmen. „Passende Ergänzungen oder ein Ausbau des bestehenden Portfolios werden nicht an der Finanzierung scheitern“, sagte Wenning am Dienstag bei einer Telefonkonferenz. Der Schuldenabbau stehe zwar im Vordergrund. Doch sei der Konzern dem Ziel einer Reduzierung der Verschuldung bis zum Jahresende in Richtung zehn Mrd. Euro im dritten Quartal näher gekommen.

Das Gesundheitsgeschäft blieb Haupttriebfeder, während das Pflanzenschutzgeschäft schwächer tendierte und sich das Chemiegeschäft erholte.

Die operative Ertragsprognose für das Pflanzenschutzgeschäft (Cropscience) hat Bayer gesenkt. Die Marge beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) sowie vor Sondereinflüssen dürfte im laufenden Jahr zwischen 23 und 24 Prozent und nicht wie bisher angepeilt bei rund 25 Prozent liegen, teilte der Konzern am Dienstag in Leverkusen mit. Trotz des verschlechterten Marktumfelds im dritten Quartal seien für das Gesamtjahr und das vierte Quartal Umsatzanstiege zu erwarten. Das EBITDA vor Sondereinflüssen dürfte 2009 aber im Vergleich zum Vorjahr sinken.

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