Chemie- und Pharmakonzern
Pharmasparte hemmt Bayers Gewinnwachstum

Chemie hui, Pharma pfui. So könnte man die Quartalszahlen von Bayern stark vereinfacht zusammenfassen. Während vor allem das Agro-Chemiegeschäft stark läuft, hat die Pharmasparte einige Probleme.
  • 0

LeverkusenDer Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat im abgelaufenen Quartal von einem florierenden Agrarchemiegeschäft profitiert. In der zuletzt von der Konjunktur angeschobenen Kunststoffsparte sank dagegen der Absatz im zweiten Vierteljahr, im Gesundheitsbereich machte Bayer die Konkurrenz durch Antibabypillen-Generika in den USA zu schaffen. Dennoch bekräftigte Bayer-Chef Marijn Dekkers am Donnerstag bei Vorlage des Berichts für die Monate April bis Juni den Geschäftsausblick für das Gesamtjahr. Der Börse reichte dies allerdings nicht: Die Bayer-Aktie gehörte mit eine Minus von 2,2 Prozent auf 56,27 Euro zu den Schlusslichtern im Dax.

Zwar setzte der Leverkusener Traditionskonzern im abgelaufenen Quartal mit 9,25 Milliarden Euro 0,8 Prozent mehr um als vor Jahresfrist. Analysten hatten Bayer allerdings rund 250 Millionen Euro mehr zugetraut. Im Rahmen der Erwartungen lag der operative Gewinn: Bayer steigerte im zweiten Quartal seinen um Sondereinflüsse bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 5,8 Prozent auf 2,04 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn kletterte besonders kräftig: Er schnellte um 40,9 Prozent auf 747 Millionen Euro in die Höhe.

Für das Gesamtjahr erwartet Konzernchef Dekkers weiter, den Umsatz - um Währungseinflüsse und um Zu- und Verkäufe bereinigt - um fünf bis sieben Prozent zu steigern. Damit würden die Leverkusener 2011 auf etwa 36 bis 37 Milliarden Euro kommen. Der bereinigte operative Gewinn soll von 7,1 im vergangenen Jahr auf über 7,5 Milliarden Euro klettern.

Seite 1:

Pharmasparte hemmt Bayers Gewinnwachstum

Seite 2:

Kommentare zu " Chemie- und Pharmakonzern: Pharmasparte hemmt Bayers Gewinnwachstum"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%