Chemiebranche
Altana kippt Umsatz- und Ergebnisziele

Der Konjunktureinbruch hat nun auch den Spezialchemiekonzern Altana voll erwischt. Die bisherigen Ergebnis- und Umsatzziele für dieses Jahr werden nach Angaben des Unternehmens nicht mehr erreicht. Nun will Altana seine Kosten senken.

HB FRANKFURT. Der Konjunktureinbruch hat nun auch den Spezialchemiekonzern Altana voll erwischt. Die bisherigen Ergebnis- und Umsatzziele für dieses Jahr würden nicht mehr erreicht, teilte das Unternehmen gestern in Wesel am Niederrhein mit. Von der Rezession in weiten Teilen der Welt sei Altana inzwischen zunehmend betroffen. "Insbesondere in den letzten Wochen sind in den meisten Geschäftsbereichen Auftragsvolumen und Umsätze noch stärker als erwartet zurückgegangen", erklärte das Management. Altana will für dieses Jahr nun keinen weiteren Ausblick mehr geben.

Erst vor wenigen Wochen hatte Altana seine Jahresziele wegen der zunehmenden Konjunkturflaute nach unten schrauben müssen. Damals war nur noch ein Umsatz auf Vorjahresniveau oder leicht darüber in Aussicht gestellt worden. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sollte bei rund 260 Mio. Euro liegen. Die ursprünglichen Jahresprognosen waren deutlich optimistischer.

"Wir erwarten für die kommenden Monate eine Fortsetzung der negativen Marktentwicklung", sagte Altana-Chef Matthias Wolfgruber. Das Unternehmen werde die Kosten senken und seine Effizienz steigern und sich damit auf schwierigere Zeiten einstellen. Dazu gehörten etwa der Abbau von Überstunden oder das Ausschöpfen von Arbeitszeitkonten. "Kurzarbeit ist momentan bei uns nicht geplant", sagte ein Sprecher.

Der durch die Finanzkrise verschärfte Wirtschaftseinbruch macht der Chemieindustrie immer stärker zu schaffen. Die Branche spiegelt die Konjunkturzyklen stets frühzeitig wider, da sie sämtliche Industriezweige beliefert. Auch der Branchenprimus BASF hatte unlängst sein Ergebnisziel zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen gesenkt. Zudem fährt der weltgrößte Chemiehersteller seine Produktion herunter und schließt auch Kurzarbeit nicht mehr aus.

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