Chemiebranche
BASF erhöht Prognose für das vierte Quartal

Konzernchef Jürgen Hambrecht rechnet mit einem höherem Betriebsgewinn als bisher erwartet, betrachtet eine Dividendenkürzung aber weiterhin als wahrscheinlich. Hohe Restrukturierungskosten drücken das Betriebsergebnis nach Sondereffekten. Die Prognose fällt verhalten aus. Was 2010 auf BASF zukommt.
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FRANKFURT. Der Chemiekonzern BASF hat seine Prognose für die kurzfristige operative Ertragsentwicklung erneut erhöht. Firmenchef Jürgen Hambrecht bleibt ansonsten aber bei seinem eher vorsichtigen Ausblick mit Blick auf das kommende Jahr.

Wie Hambrecht in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ erläuterte, rechnet der Ludwigshafener Chemiekonzern für das vierte Quartal mit einem Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen auf dem Niveau des dritten Quartals von rund 1,25 Milliarden Euro.

Im Oktober und November habe BASF weitere Signale der Erholung registriert. Die Umsatzentwicklung sei erfreulich und die Zahl der Aufträge wachse.

Bei Vorlage der letzten Quartalszahlen hatte Hambrecht für das vierte Quartal noch einen Rückgang des operativen Gewinns gegenüber dem unerwartet starken Vorquartal angekündigt. Zu der günstigeren Entwicklung dürfte neben einem verbesserten Chemiegeschäft auch der relativ hohe Ölpreis beigetragen haben, von dem die BASF-Tochter Wintershall deutlich profitiert.

Integration von Ciba kostet rund 800 Millionen Euro

Im Gesamtjahr 2009 steuert der Konzern damit auf einen Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen von gut 4,6 Milliarden Euro zu, was gegenüber dem Vorjahreswert von 6,8 Milliarden Euro noch einem Rückgang von rund einem Drittel entspricht. Bei dieser Ertragskennziffer sind unter anderem relativ hohe Restrukturierungskosten ausgeklammert. So will die BASF allein für die Integration des Schweizer Spezialchemieherstellers Ciba rund 800 Millionen Euro an Kosten verbuchen, wovon etwa 300 noch im vierten Quartal anfallen.

Sowohl das Betriebsergebnis nach Sondereffekten als auch der Nettogewinn dürften daher deutlich niedriger ausfallen. Analysten erwarten den BASF-Gewinn nach Steuern und Anteilen Dritter im Gesamtjahr bisher bei durchschnittlich 1,17 Milliarden Euro, was einem Minus von rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Rückgang von fast 70 Prozent gegenüber dem Spitzenwert von 2007 entsprechen würde. Allerdings dürften diese Schätzungen noch nach oben korrigiert werden.

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