Chemiebranche
BASF senkt Jahresprognose

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat im dritten Quartal 2008 weniger verdient als im Vorjahreszeitraum und die Prognosen der Analysten verfehlt. Wegen des schlechten Abschneidens senkte der Konzern die Prognose für das laufende Jahr.

HB DÜSSELDORF/LUDWIGSHAFEN.

Mit einem Ergebnisrückgang rechnen die Experten wegen hoher Rohstoff- und Energiekosten in den Segmenten Chemikalien, Kunst- und Baustoffen. Die zwölf von dpa-AFX befragten Experten erwarten ein operatives Ergebnis (EBIT) vor Sondereinflüssen von durchschnittlich 1,733 Mrd. Euro. Im vergangenen Jahr hatten die Ludwigshafener im gleichen Zeitraum 1,705 Mrd. Euro ausgewiesen. BASF will am Donnerstag (30. Oktober) die Zahlen für das dritte Quartal und neun Monate vorlegen.

Außerdem gab BASF PLäne bekannt, nach denen der Konzern bis 2012 weltweit mehr als 1000 Arbeitsplätze abbauen will. Das Ziel könne voraussichtlich über die Fluktuation von Mitarbeitern erreicht werden, sagte der BASF-Vorstandsvorsitzende Jürgen Hambrecht.

Die Maßnahme steht in Zusammenhang mit dem Effizienzsteigerungsprogramms Next, das ab 2012 für einen positiven Ergebnisbeitrag von mehr als einer Milliarde Euro pro Jahr bringen soll. Wegen der derzeitigen Krise an den Finanzmärkten setzt die BASF den Rückkauf eigener Aktien aus. Am Ziel, bis Mitte 2010 für drei Milliarden Euro eigene Aktien zurückzukaufen, halte BASF aber fest, sagte Finanzvorstand Kurt Bock.

Beim Umsatz rechnen die Analysten für Juli bis September im Schnitt mit 15,178 Mrd. Euro nach 13,963 Mrd. Euro im Vorjahr. Zum Zuwachs beigetragen haben wohl neben der Öl- und Gassparte vor allem das Geschäft mit Chemikalien. Die UBS-Analysten begründeten in einer Studie die höheren Umsätze bei den Chemikalien vor allem mit den hohen Cracker Margen, diese hätten eines der höchsten Niveaus seit vier Jahren erreicht.

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