Chemiebranche
Bayer übertrifft die Erwartungen

Der Chemiekonzern Bayer hält die operative Ertragsprognose fürs laufende Jahr aufrecht - auch wenn die Finanz- und Wirtschaftskrise noch nicht ausgestanden ist. Das macht sich wiederum bei der Umsatzprognose bemerkbar.

HB LEVERKUSEN. Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer hat im zweiten Quartal gestützt auf ein starkes Gesundheits- und ein robustes Pflanzenschutzgeschäft die Folgen der Krise unerwartet stark abgefedert und seine Ergebnisziele 2009 bekräftigt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) sowie vor Sondereinflüssen sei um 6,9 Prozent auf 1,765 Mrd. Euro gesunken.

Der Umsatz ging um 5,9 Prozent auf 8,009 Mrd. Euro zurück. Unter dem Strich verzeichneten die Leverkusener einen Gewinnrückgang auf 532 (574) Mio. Euro. Der Konzern übertraf damit die Gewinn- und Umsatzerwartungen der Analysten deutlich. Diese hatten wegen der Krise noch deutlichere Einbrüche erwartet. Am Finanzmarkt war die Reaktion positiv: Die Aktien legten im frühen Handel deutlich um 4,02 Prozent auf 41,66 Euro zu.

"Insgesamt hat das zweite Quartal unsere Erwartungen voll erfüllt", sagte Konzernchef Werner Wenning laut Mitteilung. Vor diesem Hintergrund werde an den "ambitionierten" Ergebniszielen für das Gesamtjahr 2009 festgehalten. Der Rückgang beim EBITDA vor Sonderposten solle auf fünf Prozent begrenzt werden. Das Geschäft mit hochwertigen Materialien habe sich im zweiten Quartal stabilisiert. Das erste Halbjahr sei aber stark durch die Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Vor diesem Hintergrund senkte der Konzern die Umsatzprognose für 2009. Der Konzernumsatz dürfte demnach auf 31 bis 32 Mrd. Euro zurückgehen. Bisher war ein Rückgang von 32,9 Mrd. Euro 2008 auf rund 32 Mrd. Euro in Aussicht gestellt worden.

Im Kunststoffgeschäft bestätigten sich nach dem kräftigen Einbruch zum Jahreswechsel die Anzeichen für eine Bodenbildung. "Das Geschäft mit hochwertigen Materialien stabilisierte sich im zweiten Quartal", sagte Wenning. Umsatz und Ergebnis verbesserten sich im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres. Eine nachhaltige Besserung zeichne sich allerdings noch nicht ab, hieß es.

Im Jahresvergleich ergaben sich unterdessen erneut kräftige Einbrüche. So sackte der Umsatz im zweiten Quartal in dem konjunkturabhängigen Geschäft um 30,2 Prozent auf 1,830 Mrd. Euro ab, während das EBITDA vor Sondereinflüssen nach einem Verlust im Vorquartal auf 121 (Vorjahr 372) Mio. Euro einbrach. Für das dritte Quartal erwartet der Konzern hier trotz steigender Rohstoffkosten ein positives EBITDA vor Sondereinflüssen.

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