Chemiebranche: Begeisterung im Labor

Chemiebranche
Begeisterung im Labor

Das erste Quartal des Jahres läuft für die Chemiebranche laut Umfragen wie bestellt. Die Unternehmenschefs loben den Standort Deutschland. Und selbst die Euro-Krise kann sie nicht mehr schrecken.
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FrankfurtDas schwächere Wachstum zum Ende vergangenen Jahres hat die deutsche Chemiebranche weggesteckt. Die Stimmung unter den Entscheidern ist gut wie lange nicht. Das zeigt die Branchenumfrage der Strategieberatung Camelot Management Consultants und der Fachzeitung „Chemanager“.

Fast drei Viertel der mehr als 300 befragten Chemiemanager erwarten danach, dass ihre Lage „gleich gut“ bleiben oder sich noch weiter „verbessern“ wird. Von einer Verschlechterung gehen lediglich 22 Prozent aus. Im vergangenen Herbst war dieser Wert mit rund einem Drittel noch deutlich höher.

„Das erste Quartal läuft für die Unternehmen bisher gut. Die Nachfrage ist robust und die Auftragslage besser als erwartet. Zudem zieht die Binnenkonjunktur in Deutschland an, und es gibt erste Anzeichen dafür, dass sich auch der US-Markt wieder erholt“, fasst Sven Mandewirth, Leiter des Chemieteams bei Camelot, die Lage zusammen.

Damit zeigen sich die Umfrageteilnehmer deutlich positiver gestimmt als der Verband der Chemischen Industrie (VCI) noch Anfang Dezember. Damals hatte Verbandspräsident Klaus Engel mit Verweis auf die Schuldenkrisen in der Europäischen Union und den USA auf die wachsenden Risiken für die Branche hingewiesen. Der Verband geht von einem Produktionswachstum von nur einem Prozent in diesem Jahr aus.

Bei der Beurteilung der aktuellen Standortbedingungen hat die Stimmung unter den Chemiemanagern sogar den höchsten Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007 erreicht: 95 Prozent der Befragten bewerten die Standortbedingungen derzeit als „gut“ oder „sehr gut“.

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