Chemiebranche
Lanxess drosselt Produktion

Der Chemiekonzern Lanxess fährt angesichts des rapiden Konjunktureinbruchs seine Produktion in Deutschland herunter. "Wir werden in etwa 15 der 45 deutschen Betriebe bis Anfang Januar die Produktion drosseln", sagte ein Sprecher des Leverkusener Konzerns.

HB FRANKFURT. Betroffen seien Anlagen in Marl, Brunsbüttel und Mannheim. Darüber hinaus verhandele der Konzern mit Arbeitnehmervertretern darüber, nach der Weihnachtszeit auch einzelne Produktionen vorübergehend weiter herunterzufahren oder stillzulegen. "Zunächst sollen Überstunden abgebaut oder für das Frühjahr geplante Wartungsarbeiten vorgezogen werden." Darüber werde derzeit verhandelt, sagte der Sprecher und bestätigte einen Bericht der "Financial Times Deutschland".

In Reaktion auf die Wirtschaftsflaute hat Lanxess bereits an seinen Standorten im Ausland Schritte eingeleitet. So drosselte der Konzern seine Produktion am Standort Orange in Texas. Zudem verlagerte das Unternehmen einen Teil der Produktion von seinem Standort Sarnia in Kanada an den französischen Standort La Wantzenau.

Konzernchef Axel Heitmann hatte Mitte November Nachfragerückgänge angesichts der Konjunkturkrise eingeräumt. Er kündigte an, mit flexiblen Arbeitsschichten sowie der zeitweiligen Stilllegung von Produktionen und Betrieben gegenzusteuern. Sollte dies nicht greifen, schloss er auch Stellenstreichungen nicht aus. Auch bei rückläufiger Nachfrage wolle er nicht auf die Profitabilität der Geschäfte verzichten.

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