Chemiebranche
Lanxess rüstet sich für längere Flaute

Der Chemiekonzern Lanxess hat angesichts der Konjunkturkrise im zweiten Quartal deutlich weniger verdient. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern brach um fast die Hälfte ein. Das Geschäftsumfeld sei "nach wie vor schwierig", sagte Vorstandschef Axel Heitmann.

FRANKFURT. Die Chemiebranche hat sich im zweiten Quartal leicht erholt. Aber von einer grundlegenden Erholung sind die meisten Unternehmen nach wie vor weit entfernt. Das bestätigten gestern die Chemiekonzerne Lanxess und Evonik, die als letzte große Branchenvertreter Zahlen für das zweite Quartal präsentierten.

Ähnlich wie bereits einige andere Chemiemanager äußerte sich Lanxess-Chef Axel Heitmann sehr vorsichtig zu den Perspektiven. Zwar stellte er für das dritte Quartal einen gegenüber dem Vorquartal stabilen Betriebsgewinn vor Abschreibungen (Ebitda) in Aussicht, wagte aber keine Prognose für das Gesamtjahr.

Zugleich kündigte er ein weiteres Sparprogramm an, mit dem die bisher laufenden Maßnahmen –darunter eine 35-Stundenwoche ohne Lohnausgleich sowie Gehaltsverzicht bei leitenden Angestellten und Vorständen – bis 2012 verlängert und die Einsparungen um gut die Hälfte auf 360 Mio. Euro erhöht werden.

Zuversichtlich stimmt Lanxess nur die Lage in Asien, insbesondere in China, wo der Konzern anhaltendes Wachstum erwartet. „Für die anderen Regionen sehen wir nur eine sehr langsame Erholung, so dass sich die wirtschaftliche Lage bis Ende des Jahres nur graduell entspannen dürfte“, sagte Heitmann. Der Abbau von Vorräten bei den Abnehmern sei offenbar abgeschlossen. Allerdings sei noch kaum erkennbar, dass die Bestände wieder aufgestockt würden.

Der Leverkusener Chemiekonzern, der 2004 durch Abspaltung von Bayer entstand, ist als einer der führenden Produzenten von Synthese-Kautschuk unter anderem stark vom Einbruch der Automobilindustrie betroffen. Mit einem Rückgang um fast ein Drittel musste er im ersten Halbjahr den stärksten Umsatzeinbruch unter den wichtigen europäischen Chemieherstellern verkraften.

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