Chemiebranche
Lanxess: Singapur-Werk verschoben

Der Spezialchemiehersteller Lanxess zieht wegen der Krise die Notbremse - und verschiebt den Baubeginn für ein neues Werk in Singapur. Aber Lanxess kann auch noch mit anderen Nachrichten aufwarten.

HB FRANKFURT. Der Chemiekonzern Lanxess verschiebt wegen der Konjunkturkrise erneut den Bau eines großen Kautschukwerks in Singapur. Die neue Anlage in dem asiatischen Stadtstaat solle erst 2014 die Produktion aufnehmen, kündigte Lanxess am Montag in Leverkusen an. Ursprünglich war der Produktionsstart für das Werk, in das Lanxess rund 400 Mio. Euro investieren will, für 2011 geplant, dann aber schon auf 2012 verschoben worden. Das Projekt ist die bislang größte Einzelinvestition des Konzerns.

In dem Werk will Lanxess jährlich bis zu 100 000 Tonnen Butylkautschuk für die Reifenindustrie produzieren. Dieser synthetische Kautschuk ist stark luftundurchlässig, wodurch der Reifendruck in Fahrzeugen lange konstant gehalten werden kann.

Neben der schwierigen Wirtschaftslage spielt Lanxess zufolge bei der erneuten Verzögerung eine Rolle, dass ein neues Herstellungsverfahren gefunden worden sei. Dieses könne nun zur Serienreife gebracht und in Singapur eingesetzt werden, erklärte das Unternehmen.

Der Chemiekonzern schloss unterdessen mit dem südkoreanischen Reifenhersteller Hankook Tire einen Fünfjahresvertrag. Danach wird Lanxess das Unternehmen von 2010 bis 2014 mit Butylkautschuk beliefern. Hankook Tire ist der weltweit siebtgrößte Reifenproduzent. Einzelheiten zum Vertrag wurden nicht genannt. Es gehe um ein großes Volumen, hieß es bei Lanxess lediglich.

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