Chemiebranche
Lanxess trotzt Konjunkturabschwung

Ein Lichtblick: Der Spezialchemiekonzern Lanxess hat nach einem unerwarteten Umsatz und operativem Ergebnisanstieg im dritten Quartal die Ertragsprognose für das Gesamtjahr erhöht - allen Konjunktureintrübungen zum Trotz.

HB LEVERKUSEN. Trotz des wachsenden konjunkturellen Gegenwindes rechnet der Konzern für das Gesamtjahr mit einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) zwischen 710 und 730 Mio. Euro, teilte die im MDax gelistete Gesellschaft am Donnerstag in Leverkusen mit. Bisher waren 700 Mio. Euro erwartet worden. 2007 waren inklusive des abgegebenen Lustran-Geschäfts 719 Mio. Euro erzielt worden. Der Umsatz dürfte 2008 operativ zulegen, bekräftigte Lanxess.

Im dritten Quartal steigerte der Konzern das EBITDA vor Sondereinflüssen um 9,1 Prozent auf 191 Millionen Euro, während der Umsatz um 6,4 Prozent auf 1,814 Milliarden Euro zulegte. Experten hatten bei Umsätzen von 1,671 Milliarden Euro lediglich ein operatives Ergebnis von 173,8 Millionen Euro erwartet. Preiserhöhungen hätten etwas geringere Mengen und negative Wechselkurseffekte überkompensiert. Währungs- und portfoliobereinigt ergab sich ein kräftiges Plus von 13,6 Prozent.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und vor Sondereinflüssen kletterte im Berichtszeitraum um 6,3 Prozent auf 119 Millionen Euro. Die befragten Experten waren hier von 112,7 Millionen Euro ausgegangen. Unter dem Strich wies der Konzern allerdings einen etwas geringeren Gewinn als erwartet aus. Der Überschuss sank deutlich auf 56 (75) Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt mit 61,6 Millionen Euro gerechnet.

Für den Rest des Jahres sei von einer weiteren Abschwächung des globalen Wirtschaftswachstums auszugehen. Insbesondere für Nordamerika und Westeueropa sei mit einer weiteren konjunkturellen Eintrübung zu rechnen. Die globale Abschwächung der Konsumausgaben dürfte aber auch die Entwicklung in den Wachstumsregionen dämpfen. Auch Lanxess werde diese schwächere Nachfrage zu spüren bekommen.

Unverändert halte der Konzern an den Zielen fest, 2008 die durchschnittliche EBITDA-Marge der Wettbewerber zu erreichen, keinen Geschäftsbereich mit einer EBITDA-Marge von unter fünf Prozent zu betreiben und sein Investment-Grade-Rating beizubehalten.

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