Chemiebranche
Novartis optimistischer für die Pharmasparte

Gewinn runter, Umsatz auch - und trotzdem hat der Chemiekonzern Novartis die Erwartungen der Analysten übertroffen. Und fürs Gesamtjahr ist der Chemiekonzern wieder optimistischer.

FRANKFURT. Eine unerwartet gutes Geschäft mit Originalmedikamenten sowie die Aussicht auf größere Impfstofflieferungen gibt dem Baseler Pharmakonzern Novartis Auftrieb. Die Nummer Vier der Arzneimittelindustrie hat für das zweite Quartal zwar einen Umsatzrückgang um zwei Prozent auf 10,5 Mrd. Dollar und einen Rückgang des Reingewinns um zehn Prozent auf gut zwei Mrd. Dollar ausgewiesen. Da der Baseler Konzern in Dollar bilanziert, aber zwei Drittel seiner Erlöse außerhalb der USA erzielt, werden die Zahlen in besonders starkem Maße von der Aufwertung des Greenbacks gegenüber dem Euro verzerrt. Rechnet man diesen Effekt sowie und einige Sonderbelastungen heraus, ergibt sich laut Novartis ein Umsatzplus für den Konzern von acht Prozent und eine Steigerung des Betriebsgewinns um rund elf Prozent.

Die Pharmasparte, die mehr als zwei Drittel des Konzernumsatzes erwirtschaftet, legte in lokalen Währungen sogar um elf Prozent zu. Damit kompensierte sie sowohl einen Umsatzrückgang bei Impfstoffen und Diagnostika von 15 Prozent als auch relativ magere Wachstumsraten bei Generika (vier Prozent) und Konsumprodukten (zwei Prozent). Zudem hat Novartis den Ausblick für Pharma angehoben und stellt für das Gesamtjahr nunmehr ein Wachstum um mindestens einen hohen einstelligen Prozentsatz in Aussicht - was der Kapitalmarkt gestern mit einem Kursplus von mehr als drei Prozent honorierte.

Ähnlich wie schon in den Vorquartalen ist die Pharmasparte damit abermals das Glanzlicht für den drittgrößten europäischen Arzneimittelhersteller. Mit einem Umsatzplus von elf Prozent, das Novartis hier ausweist, ist der Konzern deutlich stärker als der Weltmarkt, der um etwa drei Prozent in diesem Jahr wachsen wird. Auch die Konkurrenz ist weniger optimistisch. Der US-Konzern Abbott rechnet mit vier Prozent Wachstum im zweiten Quartal, die Pharmasparte von Johnson & Johnson mit einem Minus von mehr als acht Prozent. Die anderen großen Pharmahersteller werden ihre Ergebnisse erst in den kommenden beiden Wochen vorlegen.

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