Chemiebranche: Panne in China schmälert Lanxess-Gewinn

Chemiebranche
Panne in China schmälert Lanxess-Gewinn

Eine Betriebsstörung in einem chinesischen Werk von Lanxess wird Spuren im Ergebnis des Chemiekonzerns hinterlassen: Das Unternehmen teilte mit, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sonderposten werde deswegen voraussichtlich um einen mittleren einstelligen Millionen-Euro-Betrag geschmälert.

HB LEVERKUSEN. Lanxess erklärte, nach einer Störung in einer Anlage im chinesischen Weifang sei die dortige Produktion der Chemikalie Hydrazinhydrat gestoppt worden. Der Stillstand werde wahrscheinlich mehrere Monate dauern. Lanxess habe seinen Kunden für die Chemikalie in der Region Asien/Pazifik höhere Gewalt (Force Majeure) erklärt. Die im Nebenwerteindex MDax notierte Aktie büßte nach der Mitteilung 1,4 Prozent auf 39,45 Euro ein.

Bei der Störung handele es sich nicht um einen Unfall, sagte ein Lanxess-Sprecher. Weder gebe es Verletzte, noch sei die Umwelt in irgendeiner Weise durch die Störung beeinträchtigt worden. Derzeit seien Experten in Weifang vor Ort und untersuchten die Ursache. Wie Lanxess mitteilte, besitzt das Unternehmen eine Sach- und Betriebsunterbrechungsversicherung.

Hydrazinhydrat ist eine Spezialchemikalie, die als Vorprodukt unter anderem in der Pharmabranche, aber auch in der Autoindustrie zum Einsatz kommt. Die Anlage in Weifang betreibt Lanxess in einem Gemeinschaftsunternehmen mit der chinesischen Chemiefirma Weifang Yaxing Chemical. An dem 2004 gegründeten Joint Venture hält Lanxess mit 55 Prozent die Mehrheit.

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