Chemiebranche: Pfizer plant Übernahmen

Chemiebranche
Pfizer plant Übernahmen

Der weltweit größte Pharmakonzern Pfizer erwägt die Übernahme eines großen Konkurrenten, um seine Wettbewerbsposition zu stärken. Und das könnte erst der Anfang einer Welle von Fusionen in der Branche sein.

HB HAMBURG. "Das Ziel ist letztlich, den Umsatz zu steigern. Wir sind offen für Zusammenschlüsse und sehen uns ständig potenzielle Kandidaten an - große, kleine und mittelgroße", sagte Unternehmenschef Jeff Kindler der "Financial Times".

Kindlers Ankündigung könnte dem Bericht zufolge eine neue Runde von Großfusionen in der Pharmaindustrie einläuten. Die heutigen Branchenschwergewichte Pfizer, Astra-Zeneca, GlaxoSmithKline und Sanofi-Aventis seien allesamt durch Zusammenschlüsse entstanden. Seit jenen Fusionen hätten sich die meisten von Pfizers Wettbewerbern auf kleinere Übernahmen und auf bloße Partnerschaften konzentriert. Sollte aber Pfizer demnächst zu einer großen Übernahme ansetzen, könnte eine neue Konsolidierungsrunde beginnen.

Kindlers Wille zu einer Großübernahme ist dem Bericht zufolge auch Beleg dafür, dass Pfizer dringend etwas unternehmen muss, um einen absehbaren Umsatzeinbruch auszugleichen. Patente auf wichtige Medikamente laufen aus. Das gilt unter anderem für den Cholesterinsenker Lipitor, der jährlich weltweit mehr als 13 Mrd. Dollar Umsatz bringt.

"Akquisitionen sind für sich genommen noch keine Strategie, sondern ein Katalysator. Wir sind immer offen für Möglichkeiten, unsere Lizenzen zu erweitern, zum Beispiel durch Allianzen und Zukäufe, aber was auch immer wir unternehmen - in großem oder in kleinem Umfang - muss unseren Shareholder-Value-Kriterien genügen", sagte Kindler.

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