US-Konzerne stürzen in die Verlustzone

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Den US-Konzern bringt das strategisch in eine sehr schwierigen Situation, zumal der Versuch, die Basischemie-Sparten in ein Petrochemie-Joint-Venture mit der Kuwait Petroleum Corporation einzubringen, Ende des vergangenen Jahres gescheitert war. Da der in diesem Zuge erwartete Zufluss von mehr als sieben Mrd. Dollar ausblieb, musste Dow auch die geplante Übernahme des US-Spezialchemieherstellers Rohm & Haas für gut 15 Mrd. Dollar vorläufig platzen lassen. Das Unternehmen begründete den Rückzug damit, dass der kombinierte Konzern unter den derzeitigen Wirtschafts- und Finanzbedingungen nicht lebensfähig sei. Der US-Chemieriese versucht nun offenbar, sowohl den Kaufpreis als auch die Finanzierung neu auszuhandeln.

Wie schwierig das Chemiegeschäft geworden ist, verdeutlich auch der deutliche Gewinnrückgang bei Celanese. Der Hersteller von Spezialkunststoffen und chemischen Zwischenprodukten verbuchte im Gesamtjahr zwar noch ein Umsatzplus von rund drei Prozent, lag im vierten Quartal alleine aber mit Erlösen von 1,3 Mrd. Dollar um mehr als ein Viertel unter Vorjahresniveau und verbuchte einen operativen Verlust von 152 Mio. Dollar, gegenüber mehr als 300 Mio. Dollar Gewinn im Vorjahr. Auch hier resultierten etwa zwei Drittel des Fehlbetrages aus Rückstellungen für Werksschließungen. So will Celanese Anlagen in Frankreich und Mexiko stilllegen.

Das Unternehmen sieht keine kurzfristige Erholung im Geschäft, geht aber davon aus, dass sich die Erträge gegenüber dem sehr schwachen vierten Quartal im Jahresverlauf 2009 schrittweise wieder verbessern werden. „Angesichts der globalen Rezession gehen wir davon aus, dass die Absatzmengen 2009 weiter unter Druck bleiben, selbst wenn die ungünstigen Lagerhaltungseffekte nachlassen“, sagte Celanese-Chef David Weidman. Die Margen werden seiner Erwartung nach aber von sinkenden Rohstoffkosten profitieren.

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