Chemiebranche
Wacker Chemie fährt Kurzarbeit

Dem Abschwung der Weltwirtschaft kann sich auch der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie nicht entziehen. Erste Folge: ein Ergebniseinbruch. Zweite Folge: Kurzarbeit.

HB FRANKFURT. Der bayerische Spezialchemiekonzern Wacker Chemie fährt nach einem Ergebniseinbruch im vierten Quartal Kurzarbeit. Wie Wacker Chemie am Mittwoch mitteilte, ging der operative Gewinn im Schlussquartal 2008 auf 120 Mio. Euro von 205 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum zurück. Der Abschwung der Weltwirtschaft habe sich spürbar auf das eigene Geschäft niedergeschlagen, hieß es zur Begründung. Vor allem die Nachfrage nach Produkten für die Bauwirtschaft und die Automobilindustrie sei zurückgegangen. Diese Trends setzen sich nach Konzernangaben auch aktuell fort.

Hinzu kämen Einmalzahlungen von 55 Millionen Euro an Pensionskassen im In- und Ausland, die das Ergebnis belastet hätten. Robust habe sich hingegen das Geschäft mit polykristallinem Reinstsilicium für die Solarindustrie gezeigt. Dieser Trend setze sich auch im laufenden Jahr fort, hieß es weiter. Um die Kosten in den Griff zu bekommen, senkt das Management deshalb die Produktion und führt an seinen inländischen Standorten wie angekündigt Kurzarbeit ein.

Der Halbleiter-Zulieferer und Chemiekonzern Wacker Chemie hat die Finanz- und Wirtschaftskrise im vierten Quartal deutlich zu spüren bekommen. Dennoch schloss die im MDax notierte Gesellschaft das Gesamtjahr 2008 mit Rekorden ab und erfüllte damit ihre eigenen Prognosen.

Der Umsatz sei 2008 nach vorläufigen Zahlen um 14 Prozent auf 4,3 Milliarden Euro geklettert, teilte Wacker am Mittwoch vor Börseneröffnung in München mit. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) betrug 1,05 (2007: 1,00) Milliarden Euro.

Zum Ausblick sagte Unternehmenschef Rudolf Staudigl: „Die Zahlen unserer Bilanz sind äußerst solide. Damit sehen wir uns gut gerüstet, um die Herausforderungen des laufenden Jahres zu meistern.“ Die Aktie notierte vorbörslich bei 57,50 Euro, ein Plus von 1,82 Prozent zum Vortagsschluss.

Wacker will am 18. März seine endgültigen Zahlen und Details zum Gesamtjahr 2008 vorlegen.

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