Chemiegeschäft
Geschrumpfte Altana will wachsen

Der Bad Homburger Altana-Konzern malt die Zukunft nach der Trennung von der Pharmasparte in hellen Farben. Mit dem verbliebenen Chemiegeschäft soll es stetig bergauf gehen.

HB FRANKFURT. 2007 sei mit steigender Nachfrage zu rechnen, teilte Altana am Donnerstag mit. Der Umsatz werde voraussichtlich auf 1,34 bis 1,39 Mrd. Euro zulegen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) werde auf 210 bis 240 Mill. Euro wachsen.

2006 erzielte Altana mit den fortgeführten Aktivitäten – dem Spezialchemiegeschäft und der Altana Holding – einen Umsatz von 1,29 Mrd. Euro nach 907 Mill. Euro in 2005. Das Ebitda kletterte von 124 auf 186 Mill. Euro. Das Ergebnis vor Steuern stieg von 76 auf 93 Mill. Euro.

Altana hatte sein Pharmageschäft für 4,6 Mrd. Euro an die dänische Nycomed verkauft, da zum Ende des Jahrzehnts der Patentschutz für das Magenmittel Pantoprazol ausläuft. Damit hatte Altana zuletzt den Löwenanteil der Pharmaerlöse erwirtschaftet. Neue Medikamente, die den Umsatzausfall ausgleichen könnten, waren nicht in Sicht. Das mehrheitlich von der Quandt-Erbin Susanne Klatten kontrollierte Unternehmen konzentriert sich nun auf das wesentlich kleinere Chemiegeschäft.

Den Aktionären versüßt Altana den Ausstieg aus der Pharmasparte mit einer satten Sonderdividende. Die Bad Homburger schütten gut 4,7 Mrd. Euro an die Anteilseigner aus – das ist der gesamte Gewinn aus dem Verkauf des Geschäftsbereichs. Den Aktionären fließen inklusive der regulären Dividende 34,80 Euro je Aktie zu. Im Moment steht das Papier bei rund 47 Euro.

Die Bad Homburger bekräftigten ihre mittelfristigen Wachstumsziele, wonach der Umsatz jährlich im Schnitt 10 Prozent zulegen soll. Ohne Zukäufe visiert der Konzern 6 Prozent an. Altana hatte in der Vergangenheit aber mehrfach bekräftigt, auch über Akquisitionen wachsen zu wollen. Neben abrundenden Übernahmen für seine bestehenden Geschäftsfelder werde auch dern Einstieg in neue Märkte geprüft. Der Kauf des Führter Konkurrenten Eckart für rund 630 Mill. Euro war die größte Übernahme in der Firmengeschichte.

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