Chemiehersteller
Lanxess peilt Rekordgewinn an

Der Spezialchemiekonzern Lanxess nimmt nach einem guten Quartal Kurs auf einen Rekordgewinn. Bislang war 2008 das beste Jahr der Firmengeschichte.
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p>HB FRANKFURT. Vor allem die hohe Nachfrage nach synthetischem Kautschuk aus der Auto- und Reifenindustrie in diesen Ländern treibt momentan die Ergebnisse des Leverkusener Konzerns an. Vorstandschef Axel Heitmann schraubte am Mittwoch bei Vorlage des Berichts zum dritten Quartal bereits zum zweiten Mal das Gewinnziel nach oben. Den Lanxess-Aktionären stellte er in Aussicht, sie an den steigenden Geschäftsergebnissen zu beteiligen.

„2010 gehen wir von einer sehr guten Entwicklung für Lanxess aus“, sagte Heitmann. Er erwartet nun ein bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) von etwa 900 Mio. Euro. Das wäre fast eine Verdoppelung im Vergleich zu den 465 Mio. Euro des Krisenjahrs 2009 und würde auch die bisherige Bestmarke von 722 Mio. Euro aus dem Jahr 2008 noch übertreffen. Erst im August hatte Lanxess sein Gewinnziel für das laufende Jahr auf rund 800 Mio. Euro angehoben. Eine konkreten Ausblick für 2011 wagte Heitmann noch nicht.

An der Börse legte die im MDax notierte Lanxess-Aktie 0,5 Prozent auf 52,27 Euro zu. Analysten hatten zwar mit einer Prognoseanhebung gerechnet - wenn auch nicht in diesem Umfang. Lanxess profitiert aktuell unter anderem davon, dass Reifenhersteller in China ihre Produktion deutlich ausweiten.

Der Konzern ist der weltgrößte Hersteller von synthetischem Kautschuk, der neben Reifen auch in Schläuchen und Dichtgummis zum Einsatz kommt. Aber auch in Brasilien, einem weiteren Schlüsselmarkt für Lanxess, laufen die Geschäfte rund. Der Konzern setzte zudem höhere Preise durch, wodurch er gestiegene Rohstoffkosten mehr als wettmachen konnte.

Im dritten Quartal schnellte der um Sondereinflüsse bereinigte operative Gewinn um 71 Prozent auf 244 Mio. Euro in die Höhe. Damit übertraf Lanxess die Schätzungen der Analysten. „Das bei Lanxess üblicherweise zu beobachtende saisonale Sommerloch bleib diesmal vollständig aus“, sagte Heitmann. Unter dem Strich stand für die Monate Juli bis September ein Konzerngewinn von 118 Mio. Euro - rund fünf mal so viel wie vor einem Jahr. Lanxess steigerte im Quartal seinen Umsatz um 35 Prozent auf 1,85 Mrd. Euro.

Mit seinen Zahlen untermauert der Konzern, dass sich der Aufschwung in der Chemieindustrie nach dem Krisenjahr 2009 inzwischen verfestigt hat. Dank der anziehenden Weltkonjunktur und starker Nachfrage aus Fernost laufen derzeit auch die Geschäfte von Branchengrößen wie BASF, Dow Chemical und Dupont blendend.

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