Industrie
Chemieindustrie bleibt trotz Rekordölpreis zuversichtlich

dpa-afx FRANKFURT. Die deutsche Chemieindustrie hat trotz der hohen Rohölpreise die Prognosen für das laufende Jahr bekräftigt. Die leichte Eintrübung des Chemiegeschäfts im zweiten Quartal sei "nur vorübergehender Natur", teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch in Frankfurt mit. Das Chemiegeschäft dürfte schon bald wieder zulegen. Grund sei das positive weltwirtschaftliche Umfeld sowie eine Belebung des Inlandsgeschäfts, das inzwischen zur zweiten Stütze geworden sei. Die Chemieindustrie blicke wieder zuversichtlich in die Zukunft.

Vor diesem Hintergrund bekräftigte der Verband seine Prognosen für das Gesamtjahr: 2005 sei weiter mit einer Produktionssteigerung um bis zu 2,5 Prozent zu rechnen. Bei leicht steigenden Erzeugerpreisen werde das Umsatzwachstum 4,5 Prozent betragen. Die Chemieproduktion habe nach einem "fulminanten Zwischenspurt" zur Jahreswende 2004 einen Gang zurückgeschaltet. Die Tempokorrektur erfolge aber auf "sehr hohem Niveau".

Im zweiten Quartal erhöhte sich die Chemieproduktion um 6,8 Prozent gegenüber dem schwachen Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres ergab sich allerdings ein Produktionsrückgang um 1,6 Prozent. Der Gesamtumsatz der deutschen Chemieunternehmen erhöhte sich zum Vorquartal um 1,7 (Jahresvergleich 7,8) Prozent. Im Binnengeschäft ergab sich dabei ein Zuwachs von 3,1 Prozent auf 38,4 Mrd. Euro, während sich die Auslandsnachfrage nur um 0,6 Prozent erhöhte. Die Zahl der Beschäftigten sei mit 439 200 stabil geblieben.

Trotz des anhaltenden Ölpreisanstiegs und des dadurch entstehenden Kostendrucks stagnierten die Chemikalienpreise den Angaben zufolge im zweiten Quartal. Es falle den Unternehmen zunehmend schwerer, die hohen Kosten an die Kunden weiterzugeben. Allerdings ergebe sich im Jahresvergleich nach wie vor ein Anstieg um 4,2 Prozent.

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