Chemieindustrie
Du-Pont stellt Teile des Kerngeschäfts zum Verkauf

Du-Ponts Firmenchefin will sich vom klassischen Chemiegeschäft abwenden. Erste Teile des Geschäfts sind bereits verkauft. Stattdessen will sie Du-Pont auf weniger konjunkturanfälligen Märkten positionieren.
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New YorkDu-Pont stellt Teile seines Kerngeschäfts zur Disposition. Der US-Konzern kündigte am Dienstag an, die Sparte "Performance Chemicals", zu der etwa der zuletzt schwächelnde Bereich mit Farbpigmenten gehört, zu verkaufen oder abzutrennen. Die Sparte stand 2012 mit Erlösen von 7,2 Milliarden Dollar für ein Fünftel aller Umsätze. In dem einst sehr lukrativen Geschäftsfeld waren die Erlöse vergangenes Jahr aber um satte acht Prozent gefallen.

Farbpigmente werden unter anderem in Sonnencremes und Autofarben verwendet. Die anhaltenden Probleme der Sparte lasten seit längerem auf dem Aktienkurs des 211 Jahre alten Konzerns aus dem US-Bundesstaat Delaware. Aktionäre haben dies mehrfach beklagt.

Firmenchefin Ellen Kullman ist deswegen dabei, das Unternehmen stärker auf Geschäfte mit der Ernährungsindustrie und der Landwirtschaft auszurichten, die als weniger konjunkturanfällig gelten als das klassische Chemiegeschäft. So verkaufte DuPont im vergangenen Jahr etwa seine Autolack-Aktivitäten für rund fünf Milliarden Dollar an den US-Finanzinvestor Carlyle.

Der BASF -Rivale wies für das zweite Quartal einen um 13 Prozent rückläufigen Nettogewinn von 1,03 Milliarden Dollar aus. DuPont ist nach seinem Börsenwert der größte Chemie-Konzern der USA. Der Umsatz des Unternehmens sank um ein Prozent auf 9,8 Milliarden Dollar.

Firmenchefin Kullman erklärte, im zweiten Halbjahr werde der Gewinn signifikant über dem Niveau des Vorjahres liegen - unter anderem dank Impulsen aus dem Landwirtschaftsgeschäft. Vor Börseneröffnung in den USA zogen DuPont-Aktien daraufhin um vier Prozent an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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