Chemiekonzern
BASF gibt neue Beschäftigungs-Garantien

Gute Nachricht für das BASF-Personal: Die Mitarbeiter des Chemieriesen können auf sichere Arbeitsplätze vertrauen - müssen in Zukunft aber größere Flexibilität zeigen was den Einsatz in den mehr als 160 Einzelbetrieben angeht.
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FRANKFURT. Der Chemiekonzern BASF setzt auf Kontinuität in der Personalentwicklung. Anders als beim Bayer-Konzern, der jüngst den Abbau von 1 700 Stellen in Deutschland ankündigte, steht bei der BASF zumindest im Ludwigshafener Stammwerk in den nächsten Jahren kein Personalabbau auf dem Programm. Die Belegschaft des wichtigsten Standorts des Chemiekonzerns dürfte vielmehr bei 33 000 Mitarbeitern stabil bleiben, möglicherweise sogar leicht zulegen. Das machten Vorstandsmitglied Harald Schwager und Betriebsratschef Robert Oswald am Mittwoch deutlich.

Im Rahmen einer neuen Standortvereinbarung verpflichtete sich BASF, bis Ende 2015 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten und insgesamt neun bis zehn Mrd. Euro in die "Zukunftsfähigkeit" des Standortes zu investieren. Die Summe umfasst im wesentlichen Sachinvestitionen, Instandhaltung sowie Forschung & Entwicklungsausgaben. Sie bewegt sich in etwa auf dem Niveau der vergangenen fünf Jahre.

Mit den Betriebsräten einigte sich die Unternehmensführung auf eine größere Flexibilität beim Engagement von Leiharbeitern sowie beim Einsatz der BASF-Mitarbeiter in den mehr als 160 Einzelbetrieben des Stammwerks. Hierbei will sich der Konzern Erfahrungen aus der Konjunkturkrise Ende 2008 zunutze machen, als man zeitweise mehrere hundert Mitarbeiter aus schwach ausgelasteten Betrieben in anderen Produktionseinheiten einsetzte. "Vieles spricht für eine dauerhaft hohe Volatilität der Märkte", sagte Schwager.

BASF beschäftigte Ende 2009 weltweit rund 105 000 Menschen, davon etwa 33 000 in Ludwigshafen und weitere knapp 16 000 an anderen deutschen Standorten. Anders als bei der vorherigen Standortvereinbarung aus dem Jahr 2004 ist im jüngsten Vertrag keine Untergrenze für die Beschäftigung in Ludwigshafen definiert. Allerdings laufen anders als Mitte des vergangenen Jahrzehnts auch keine Personalabbau-Programme mehr.

Mit den zuversichtlichen Aussagen zur Beschäftigung und dem Schulterschluss zwischen Unternehmensführung und Betriebsrat setzt BASF einen Kontrapunkt zum Bayer-Konzern, der in der vergangenen Woche mit Plänen zum Abbau von 1 700 Stellen in Deutschland und weltweit rund 4 500 Stellen überraschte. Dabei offenbarten sich auch Verstimmungen zwischen Betriebsrat und der Bayer-Führung unter dem neuen Vorstandschef Marijn Dekkers.

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