Chemiekonzern
BASF hofft 2008 auf Asien

Der Chemiekonzern BASF warnt vor überzogenen Erwartungen für das vierte Quartal 2007, demonstriert zugleich aber deutlichen Optimismus für das kommende Jahr. Vor allem die Geschäfte im fernen Osten sollen die Auswirkungen der schwächelnden Konjunktur in Nordamerika kompensieren.

FRANKFURT. Alles deutet auf einen zuversichtlichen Ausblick für 2008 hin“, sagte BASF-Chef Jürgen Hambrecht. „Die Fundamentalkräfte in Asien sind so stark, dass sie eine eventuelle Abkühlung in Nordamerika ausgleichen.“ BASF spürt nach den Worten Hambrechts im eigenen US-Geschäft bisher lediglich im Automobilbereich etwas von der schwächeren Konjunktur. Im Bausektor, einem weiteren wichtigen Abnehmer, sehe man dagegen kaum Einflüsse, da das Unternehmen hauptsächlich in den Industriebau liefere. „Und der läuft weiterhin hervorragend“, sagte Hambrecht.

Ähnlich wie der BASF-Chef äußern sich auch externe Branchenbeobachter weiterhin relativ zuversichtlich für den Chemiesektor. Die Ratingagentur Standard & Poor’s etwa spricht in ihrer jüngsten Analyse von „einem weiteren Jahr mit starken operativen Bedingungen“ für die europäische Chemiebranche. Unsicherheit mit Blick auf die generelle wirtschaftliche Entwicklung und die Möglichkeit einer Rezession in den USA sei dabei der größte Risikofaktor. Derzeit betrachte man ein solches Szenario aber als unwahrscheinlich.

BASF erzielt gut ein Fünftel des Gesamtumsatzes von zuletzt 52 Mrd. Euro in Nordamerika und ist dort mit umfangreichen Produktionsstätten vertreten In den ersten neun Monaten legte das Nordamerikageschäft des Konzerns vor allem akquisitionsbedingt noch um acht Prozent zu, während der Betriebsgewinn in der Region stagnierte. Hambrecht verwies darauf, dass BASF inzwischen netto Waren für mehr als zwei Mrd. Euro aus dem Nafta-Raum exportiert, vor allem Spezialchemikalien und Katalysatoren.

Der BASF-Chef deutete unterdessen an, dass manche Analystenschätzungen für das BASF-Ergebnis im vierten Quartal überzogen seien. Er bekräftigte aber die bisherige Prognose, dass man im Gesamtjahr das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis (Ebit) gegenüber dem Rekordwert von knapp 7,3 Mrd. Euro im Vorjahr weiter steigern werde. Per Ende September lag der Chemiekonzern bei dieser Ertragskennziffer bereits knapp neun Prozent über dem Vorjahreswert, während der Nettogewinn unter anderem dank positiver Steuereffekte fast ein Drittel zulegte.

Die Gewinnerwartungen von Bankanalysten für das Gesamtjahr bewegen sich zwischen sieben und knapp neun Euro je Aktie, mit einem Durchschnittswert laut Bloomberg von 8,05 Euro je Aktie gegenüber 6,37 Euro je Aktie im Jahr 2006.

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