Chemiekonzern
BASF kämpft gegen Patentverletzungen in China

Der Chemiekonzern BASF hat genug von chinesischen Patentverletzungen und geht nun dagegen vor. Europäische Händler wurden aufgefordert, den Handel mit Photoinitiatoren einzustellen, die offensichtlich nachgemacht sind.
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FrankfurtDer Chemiekonzern BASF will sich gegen Patentverletzungen chinesischer Billiganbieter zur Wehr setzen. Händler in Europa seien anwaltlich aufgefordert worden, den Verkauf und Vertrieb bestimmter UV-Chemikalien einzustellen, teilte BASF am Montag mit. Bei den kopierten Produkten handelt es sich laut BASF um Photoinitiatoren, die chemische Prozesse unter Einwirkung von UV-Licht einleiten und damit etwa das Aushärten von Harzen beschleunigen. BASF zufolge stammen die Nachahmerprodukte aus China und werden von Händlern weltweit vertrieben. BASF könne nachweisen, dass die Chemikalien mit Hilfe eines konzerneigenen, patentierten Verfahrens produziert wurden.

„Wir gehen davon aus, dass alle betroffenen Händler unsere Patentrechte akzeptieren werden, so dass keine Gerichtsverfahren notwendig sein dürften“, warnte Ralf Spettmann, der das europäische Pigment- und Harzgeschäft des Konzerns leitet, die Vertreiber solcher Kopien.

BASF werde gegen alle Verletzungen seiner Patente einschreiten. Patentverletzungen durch chinesische Anbieter sind in der jüngsten Vergangenheit in vielen Branchen keine Seltenheit gewesen. Unternehmen haben durch solche Kopien zum Teil deutliche Umsatzeinbußen. BASF beantragte im vergangenen Jahr konzernweit etwa 1.070 Patente.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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