Chemiekonzern: BASF schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

Chemiekonzern
BASF schickt Mitarbeiter in Kurzarbeit

Der Chemiekonzern BASF ist in den Strudel des weltweiten Konjunkturabschwungs geraten. Wegen des Geschäftseinbruchs im Dezember und Januar setzt das im Dax notierte Unternehmen Kurzarbeit an. Der Einbruch sei stärker als noch im November erwartet, die Lage weiterhin angespannt und schwer einzuschätzen.

HB LUDWIGSHAFEN. BASF-Chef Jürgen Hambrecht sieht auch für die kommenden Monate keine Belebung der Nachfrage. Der Einbruch sei stärker als noch im November erwartet und belaste das Ergebnis. "Die Geschäftsentwicklung im Dezember lag unter unseren Prognosen, die wir im Herbst aufgestellt haben", sagte ein BASF-Sprecher auf Nachfrage.

"Da es sich um erste Schätzungen handelt, können wir die Belastung noch nicht genau beziffern." BASF steuert gegen und drosselt die Produktion. Daher führen die Ludwigshafener an ersten Standorten Kurzarbeit ein. Rund 150 Beschäftigte an zwei kleineren Standorten in Italien haben bereits ihre Arbeitszeit reduziert.

Im Februar sollen an einem BASF-Standort in Münster rund 1 500 Beschäftigten mit Kurzarbeit beginnen. Auch für weitere Standorte sei Kurzarbeit nicht ausgeschlossen, der Stammsitz Ludwigshafen vorerst aber nicht betroffen. An der Börse wurde die Nachricht negativ aufgenommen. Die BASF-Aktie notierte am frühen Montagnachmittag in einem insgesamt leicht behaupteten Markt mit einem Minus von 4,42 Prozent bei 22,71 Euro.

Weltweit sei seit Mitte November die Auslastung chemischer Großanlagen der BASF zurückgegangen. Durchschnittlich seien zurzeit weniger als 75 Prozent der BASF-Produktionskapazität ausgelastet. Einzig die Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln und Produkten für die Nahrungsmittelindustrie sei weiterhin hoch.

BASF-Chef Hambrecht verordnet seinem Unternehmen strikte Kosten- und Ausgabendisziplin. Die weltweiten Restrukturierungs- und Effizienzsteigerungsprogramme würden konsequent und beschleunigt umgesetzt. So kündigte BASF bereits die Schließung von Anlagen in Nordamerika und Asien an. Damit geht der Abbau von 200 Arbeitsplätzen einher. Abhängig von der konjunkturellen Entwicklung könnten auch Stellenreduzierungen notwendig werden.

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