Chemiekonzern
BASF startet Offerte für norwegische Pronova

BASF will den Omega-3-Fettsäuren-Hersteller Pronova zu mindestens 90 Prozent übernehmen. Nun fiel der Startschuss für die Offerte an die Aktionäre.
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FrankfurtDer Chemieriese BASF hat den Startschuss für seine Offerte zum Kauf des norwegischen Omega-3-Fettsäuren-Herstellers Pronova gegeben. Die Börse in Oslo hatte zuvor die Angebotsunterlagen des Konzerns genehmigt, wie Pronova am Mittwoch im norwegischen Lysaker mitteilte. BASF will mit Pronova zu einem der weltweit führenden Anbieter von Omega-3-Fettsäuren aufsteigen. Einschließlich Schulden ist Pronova BASF rund 664 Millionen Euro wert.

BASF bietet Pronova-Aktionären 12,50 Kronen in bar je Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von 24 Prozent auf den Durchschnittskurs der vergangenen sechs Monate. An der norwegischen Börse waren Pronova-Aktien am Mittwoch 12,45 Kronen wert. BASF hat sich hohe Hürden gesetzt: Konzernchef Kurt Bock knüpft den Erfolg der Offerte daran, dass der Konzern mindestens 90 Prozent aller Aktien und Stimmrechte einsammeln kann.

Der Konzern hat bereits verbindliche Zusagen von rund 60 Prozent des Aktienkapitals. Verwaltungsrat und Management von Pronova unterstützen die Offerte. Die Angebotsfrist endet am 19. Dezember.

BASF ist im Geschäft mit Omega-3-Fettsäuren bereits durch die 2010 erfolgte Übernahme des Monheimer Spezialchemiekonzerns Cognis aktiv. Fettsäuren werden das Herz und den Kreislauf stärkende Eigenschaften nachgesagt. Experten gehen davon aus, dass der Markt für solche Produkte bis 2020 jährlich um etwa acht Prozent wächst.

Auch andere Chemiekonzerne setzen auf Omega-3-Fettsäuren: So hatte der BASF-Rivale DSM im Mai für rund 420 Millionen Euro den weltgrößten Produzenten von Fischöl-Extrakten Ocean Nutrition Canada gekauft.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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